Uwe Post

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Name: Uwe Post
Angemeldet seit: 13. August 2012

Aktuelle Beiträge

  1. Rezension: „Junktown“ von Matthias Oden — 15. Juli 2017
  2. Neu: Welcome to Europe — 28. Juni 2017
  3. Neu: Ren Dhark „Weg ins Weltall“ Band 69 und Unitall Band 34 — 19. Juni 2017
  4. In eigener Sache: Differenziertere Bewertungen — 27. April 2017
  5. Iwoleit und van den Boom gewinnen DSFP — 23. April 2017

Liste der Autorenbeiträge

Neu: Die Schwarze Harfe von Gravity Assist

In der Edition 381, einem Imprint des Zürcher rüffer&rub Sachbuchverlags, erscheint das Erstlingswerk des Autorenkollektivs „Gravity Assist“. Dahinter verbergen sich Stefan Bommeli, Tobias Bangerter, Berenice Bommeli, Matea Zosak und Sven Hirsch-Hoffmann.

Dieses Erstlingswerk entfaltet ein Universum, das bevölkert ist mit gefräßigen Bestien, glühenden Wüsten, mystischer Kulturen und faszinierender Technologien

Zum Roman gibt es eine umfangreiche Homepage, umfasst 776 Seiten und ist broschiert oder als E-Book erhältlich.

Neue Serie: „Weltenkrieg“ von Tom Zola

Der Atlantis-Verlag bringt eine neue SF-Serie: „Weltenkrieg“ von Tom Zola. Band 1 liegt unter dem Titel „Die Rückkehr“ jetzt vor.

Seit 1901 weiß die Menschheit, dass sie nicht allein ist im Universum. Außerirdische Invasoren, die sogenannten Marsianer, landen im Sommer jenes Jahres in England und beginnen einen schauderhaften Vernichtungsfeldzug. Das irdische Militär hat ihren Kriegsmaschinen nichts entgegenzusetzen. Bald stapfen diese riesenhaften Dreibeiner durch die Straßen Londons. Es sind irdische Krankheitserreger, die die Menschheit vor ihrer Vernichtung bewahren. Sie raffen die Marsianer dahin, ihr Feldzug scheitert.

Rund 120 Jahre liegt das zurück. Seither fehlt von den Marsianern jede Spur. Die Teleskope und Sonden der Menschen suchen sie vergebens, längst zweifeln die Bewohner der Erde, dass die Aggressoren aus dem All jemals zurückkehren könnten. In dieser Situation stößt eine deutsch-britische Spezialeinheit im Bürgerkriegsland Jemen auf ein Objekt marsianischen Ursprungs: einen Tripod im Miniaturformat, der die Menschen vor ein Rätsel stellt.

E-Book, Paperback und Hardcover (letzteres nur direkt beim Verlag) sind bereits überall erhältlich.

Mehr Infos beim Verlag

Neu: „Tentakelkaiser“ von Dirk van den Boom

Soeben ist der achte Band von Dirk van den Booms Tentakel-Zyklus erschienen, oder besser gesagt: der mittlere Band der dritten Trilogie.

Die gescheiterte Reise einer terranischen Arche, die Transformation der Tentakelbesatzer auf der Erde in hirnlose Zombies und ein Versuch, das Tentakelreich aus der Knechtschaft der »Sänger« zu befreien – die Erfolgsgeschichte der räuberischen Aliens scheint sich dem Ende zuzuneigen.
Doch die Menschen auf Terra sind uneins und verräterisch, die Reise der Arche steuert einer Katastrophe entgegen und der Kampf gegen die Sänger wird plötzlich zum Nebenkriegsschauplatz.
Ein uraltes Raumschiff aus ferner Vergangenheit eröffnet neue Möglichkeiten. Die Crew der Arche steht vor einer grundsätzlichen Entscheidung. Und ein Mensch in Tentakelgestalt muss entscheiden, ob er den Tod oder die Veränderung bringen will.

Das Buch ist bereits überall zu haben.

Weitere Infos beim Verlag

Neu: Googolplex von H.D. Klein

googolplexSoeben ist im Atlantis-Verlag der neue Roman von H.D. Klein erschienen. Es handelt sich um die Fortsetzung von „Googol“.

Zwanzig Jahre nach der Rückkehr von seiner Expedition zu der mysteriösen Pyramide Nofretete lebt Captain John Nurminen streng abgeschirmt vom Rest der Welt auf einer Insel des Hawaii-Archipels. Für die Öffentlichkeit ist er zum Monster geworden, da ihm während seiner Mission ein Chip implantiert wurde, der ihm übermenschliche Fähigkeiten verleiht.
Als er in einer spektakulären Aktion aus seinem goldenen Käfig befreit wird, trifft Nurminen auf eine veränderte Welt: An die Stelle der Nationalstaaten sind global agierende Konzerne getreten.
Die Machthaber eines dieser Konzerne zwingen ihn, die Leitung einer Expedition zur fast ein Lichtjahr entfernten Oortschen Wolke zu übernehmen.
Dort soll sich eine der rätselhaften Pyramiden befinden …

Das Buch ist als E-Book bereits verfügbar und in Kürze auch als Paperback und Hardcover erhältlich.

Infos und Bestellmöglichkeit bei Atlantis

Rezension: !Xaver und !Alois

Xaver und AloisEine rare Ausnahme sind hierzulande inhaltlich brauchbare und gleichzeitig handliche Sekundärwerke zur SF (der Ziegelstein „Das SF-Jahr“ fällt nicht unter „handlich“).

Umso wichtiger ist es uns, auf zwei passende Beispiele hinzuweisen.

Wer in den letzten Jahren den einen oder anderen SF-Con besucht hat, der hat womöglich bereits ein Panel des „Phantastischen Quartetts“ erlebt, in dem Ralf Bodemann, Christian Hoffmann, Udo Klotz und Stefan Kuhn „Perlen der Science Fiction“ vorstellen.

Die beiden Magazine „!Xaver“ (2015) und „!Alois“ (2016) sind die Papier gewordenen Panels für alle, die sie verpasst haben, plus Bonus.

Beide Ausgaben bringen persönlich gefärbte Leseempfehlungen aus allen Sparten des Genres – Anthologien, Romane, Klassiker, Trash, Serien, Sekundäres, Neues, deutsche und internationale Werke. Hinzu kommen fachkundige Artikel über Autoren wie David Brin oder Thomas Thiemeyer, und sogar Überlegungen, was an einem SF-Werk eigentlich zu einer positiven Rezeption führt, inklusiver diverser Zitate. Auch wenn es nicht direkt im Sinne der Verfasser gewesen sein mag: Ich persönlich glaube, dass sich gerade einige weniger erfahrene SF-Autoren die beiden Magazine zu Gemüte führen sollten – für mehr Qualität in der SF!

Einzige schlechte Nachricht: Es gibt wohl nur sehr wenige Leser, die es schaffen werden, bis zu ihrem Tod alle empfehlenswerten Werke (zuzüglich dem ohnehin schon vorhandenen Stapel ungelesener Bücher) zu genießen. Aber man kann ja zumindest mal anfangen…

Die hochwertig aufgemachten Hefte sind für 3 (Xaver) bzw. 4 Euro plus Porto im Moment nur per Email-Bestellung  zu beziehen. Wendet euch vertrauensvoll an Stefan Kuhn: stef.kuhn(at)yahoo.de

Rezension: „MEMOX: Das Zittern der Zeit“ von Peter Pakulat

MEMOXSeltsame Dinge geschehen in Berlin: Spatzen fliegen gegen Bäume und es regnet Augäpfel. Und in China kostet ein Erdbeben tausende Menschenleben. Ein Hamburger Blogger ahnt, dass es einen Zusammenhang gibt, und beginnt zu recherchieren.

Peter Pakulats SF-Roman „MEMOX: Das Zittern der Zeit“ ist ein Selfpublisher-Bestseller bei Amazon. Man versteht beim Lesen ziemlich schnell, warum: Die Geschichte überbietet an Ideenreichtum den  größten Teil der Konkurrenz. So viel Kreativität macht einfach Spaß. Das kann gar nicht genug hervorgehoben werden, denn einige andere SF-Autoren glauben, aus einer einzigen oder auch gar keiner Idee einen Roman machen zu können. Was bei Vampirschmonzetten funktionieren mag, lockt bei der SF nur hartgesottene Fans von Raumschlachten mit hoher Laserstrahl-Dichte.

Wer es mit Plausibilität nicht allzu genau nimmt, wird den Roman mit großem Vergnügen lesen. Im Grunde handelt es sich „nur“ um einen Zeitreise-Plot. Bei genauem Hinsehen muss man deutlich kritisieren, dass die Figuren nicht immer logisch handeln, und dass die Handlung gähnende Logiklöcher aufweist, die der Autor mit teils seitenlangem Pseudo-Technobabbel zu kaschieren versucht. Hinzu kommen eine ganze Reihe teils haarsträubender Rechtschreibfehler. Wer darüber hinwegsehen kann, wird den Roman mit großem Vergnügen lesen.

Link zu Amazon

Unterhaltung: 

Anspruch: 

Originalität: 

Neu: „Lebensnacht“ von Will Hofmann


„Lebensnacht“ – ein Science-Fiction-Roman für Erwachsene von Will Hofmann – erscheint im Herbst im Fabulus-Verlag.

Immer mehr Menschen sterben, ihre Körper werden in Benzin umgewandelt und sie lösen sich auf. Schnell werden Krisenstäbe gebildet, doch niemand weiß wirklich, was gegen diese Epidemie zu tun ist. Nur Professor Harry Kauffmann ahnt, dass sich seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt haben: „Die Oktobakter mussten zu Bestien-Mikroben entartet sein.“ Und wer sich ansteckt, ist in kürzester Zeit tot und in eine schleimige grüne Pfütze verwandelt. Notstandsgesetze folgen, die „Oktanose“ hat die Welt im Griff, die Presse schreibt vom „Vergrünen“, wenn ein Mensch „umgewandelt“ wird.

Nun muss Harry Kauffmann alles tun, um ein Gegenmittel zu entwickeln. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die „Grüne Pest“ forderte in kurzer Zeit schon eine halbe Million Todesopfer weltweit. Wird es Kauffmann gelingen?

Weitere Infos beim Verlag.

Rezension: „Unsterblich“ von Jens Lubbadeh

Unsterblich von Jens Lubbadeh

Ein SF-Roman über digitales Leben nach dem Tod – und das in einem Großverlag, mit Marlene Dietrich auf dem Cover. Sagen wir mal so: Heyne hat schon Bücher rausgebracht, die weniger neugierig gemacht haben.

Benjamin Kari geht dem Verschwinden des „Ewigen“ von Marlene Dietrich nach. Die „Ewigen“ sind die holografischen Abbilder Verstorbener. Die ganze Technik dahinter stammt von einem Monopolisten namens „Infinity“. Es gibt „Ewige“ von Berühmtheiten, aber auch von der Oma, der tragisch verstorbenen Ehefrau oder (posthum) von einem selbst. Dazu zeichnet Infinity mit „Lebenstrackern“ alles auf, was ein Mensch erlebt, um später damit die Simulation zu programmieren, die als ewiges holografisches Abbild durch die Gegend läuft – allerdings leicht modifiziert. Ich will hier nicht zu viel vorweg nehmen, aber eines sei gesagt: Man darf hier keine akkurate, realistische Darstellung einer möglichen digitalen Zukunft erwarten. Zwar gibt es auch in der Realität Bestrebungen, mehr als nur die Erinnerung an Verstorbene digital aufzubewahren, aber was Lubbadeh in seinem Roman erfindet, ist eine ganz andere Nummer. Er muss dafür einen Riesenaufwand an Technik postulieren: Billionen Nanodrohnen, Chips im Kopf um die Hologramme „einzublenden“, Lebenstracker im Handgelenk, und so weiter. Woher die nötige Energie kommt, wie die immensen Datenmengen übertragen und verarbeitet werden – geschenkt. Spätestens gegen Ende wird klar, dass die Daten sogar sehr leicht zu beschädigen sind. Der Rezensent, selbst IT-Berater, kann da nicht aus seiner Haut: Er sieht sich die ganze Zeit in einem Meetingraum bei Infinity verzweifelt erklären, dass es zwar echt cool ist, Rechenzentren an pittoresken Orten aufzustellen, dass echte IT-Sicherheit aber doch ein bisschen anders funktioniert.

Sehr überzeugend beschreibt der Autor hingegen, wie die Ewigen von Berühmtheiten im täglichen Leben wichtige Positionen einnehmen: Man glaubt sofort, dass die Wähler einen Ewigen von Helmut Schmidt jedem zeitgenössischen Politiker vorziehen würden. Die Masse schaut ja auch lieber den x-ten Aufguss von Enterprise und Spiderman – oder eben den neuen Film mit Marlene Dietrich. Hier nutzt Lubbadeh die Gelegenheit für popkulturelle Anleihen, die SF-Leser immer gerne goutieren.

Nach und nach entwickelt der Roman eine spannende Thrillerhandlung. Er bleibt fast die ganze Zeit in der Perspektive des Ben Kari, der Kapitel für Kapitel tiefer in eine Verschwörung hineingezogen wird und schließlich zum Gejagten wird. Dabei kommen natürlich diverse Schusswaffen zum Einsatz, und die Projektile treffen durchaus auch mal.  Es fließt eine Menge Blut – bis man sich am Schluss fragen muss, ob die dem Tode nahe und schon leicht verwirrte Hauptfigur mit seiner letzten Handlung nicht eine globale Katastrophe auslöst…

Auch wenn hier zweifellos ein ideenreicher und spannender Roman vorliegt: Eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema „digitaler Tod“ bleibt der Autor schuldig. Die „Ewigen“, um die es eigentlich zu gehen scheinen, treten so gut wie nie selbst auf. Am Schluss gibt es noch eine dermaßen phantastische Wendung, dass einem das „Hä!?“ glatt im Halse stecken bleibt. Hier nähert sich der Roman fast schon gefährlich dem Bloß-nichts-hinterfragen-Niveau typischer amerikanischer Blockbuster. Es bleibt aber unter dem Strich eine spannende, flott erzählte Geschichte mit vielen interessanten Einfällen. Das ergibt eine 3-Sterne-Wertung – den vierten Stern erhält hier der Großverlag für den Mut, einem SF-Roman eines recht unbekannten, ideenreichen, deutschen Autors eine Chance zu geben, der noch dazu nicht im fernen Weltraum spielt. Wollen wir hoffen, dass die Verkaufzahlen diesen Mut belohnen – eine Leseempfehlung sprechen wir allemal aus.

Aktuell gibt es im SF-Netzwerk eine Leserunde zum Roman (Link folgt, da das SFN derzeit nicht verfügbar ist).

Das Buch selbst gibt es im Buchladen eures Vertrauens.

Unterhaltung: 

Anspruch: 

Originalität: 

Neues von Ren Dhark

In der Serie „Ren Dhark“ ist ein neuer Titel erschienen:

weg63Band 63 der Haupt-Serie „Weg ins Weltall“ unter dem Titel „Gefahrenpotenzial Ter“:

Die beiden GSO-Ermittler Ömer Giray und Liv Sanders entdecken auf Blue Star endlich eine heiße Spur. Allerdings entpuppt sich der Planet auch als ungemütliches Pflaster für die beiden, denn ihre Widersacher sind ihnen offenbar äußerst dicht auf den Fersen. Etwa zur selben Zeit kommen Arc Doorn, Chris Shanton und Amy Stewart an einem ihnen völlig unbekannten Ort wieder zu sich. Fast zu spät erkennen sie das Gefahrenpotenzial Ter …

Autoren: Jan Gardemann und Andreas Zwengel; nach dem Exposé von Ben B. Black.

Hardcover, 272 Seiten
Herausgegeben von Ben B. Black
Unitall Verlag
EUR 16,90
Weitere Infos im HJB-Shop

Rückblick: MediKonOne

Am 12. und 13. August traf sich die SF-Gemeinde in Oldenburg zum MediKonOne – aber dieser Con war anders. Böse Zungen könnten ja behaupten, dass die Überalterung der SF-Szene irgendwie ganz gut zu einem Klinikum als Location passe. Aber Medizin und SF haben eine erhebliche Schnittmenge: Denn dass im Gesundheitssystem gewisse teils unangenehme Zukunftsfragen auf der Tagesordnung stehen, ist allgemein bekannt. Die Babyboomer erreichen bald das Alter, in dem ernsthafte Erkrankungen immer wahrscheinlicher werden. Und schon jetzt können Krankenhäuser nicht alle offenen Stellen für Pflegepersonal besetzen. Moderne Technologie hilft schon längst bei der Diagnose Behandlung, aber wie geht der Weg weiter? Welche Antworten haben Mediziner, welche SF-Autoren?

Die Location: Das MAZ des Klinikum Oldenburg

Die Location: Das MAZ des Klinikum Oldenburg

An zwei Tagen (zuzüglich SFCD-Versammlung am Sonntag) wartete auf drei bis vier Schienen ein abwechslungsreiches Programm auf die Gäste. Im großen Saal gab es meist Vorträge zu medizinischen Themen, in den kleineren Räumen fanden ganz unterschiedliche Lesungen statt. Im Treppenhaus der Location, des Medizinischen Ausbildungszentrums (MAZ) des Klinikum Oldeburg, hatten außerdem mehrere Anbieter Büchertische aufgebaut. Pech für die Veranstalter: Zwei der Ehrengäste, nämlich Dirk C. Fleck und Dietmar Dath, mussten leider kurzfristig absagen.

Einer der Höhepunkt am Freitag war der Auftritt des verbliebenen Ehrengastes, Herbert W. Franke (89). Der Künstler und Autor unzähliger Kurzgeschichten und Romane trug nicht nur auf unnachahmliche Weise zwei Geschichten und ein Gedicht vor, er zeigte auch einen auf Basis einer seiner Storys entstandenen Kurzfilm. Außerdem stand er während des Cons ständig zum Signieren von Büchern und für Gespräche zur Verfügung – ein SF-Altmeister zum Anfassen.

Herbert W. Franke in Aktion

Herbert W. Franke in Aktion

Eine besondere Art des Sponsorings hatte sich übrigens der Heyne-Verlag einfallen lassen: So erhielt jeder Besucher nicht nur je ein Gratis-Exemplar des Essays „Die Zukunft“ von Heyne-Lektor Sascha Mamczak, sondern auch den aktuellen Roman „Unsterblich“ von Jens Lubbadeh.

Stapelweise Unsterblichkeit

Stapelweise Unsterblichkeit

Permanent zu bewundern war außerdem eine Ausstellung mit Werken des Künstlers Lothar Bauer im Treppenhaus der Location.

Ausstellung mit Werken von Lothar Bauer

Ausstellung mit Werken von Lothar Bauer

Einer der Höhepunkte am Samstag: Die Verleihung des Deutschen Science Fiction Preises. Beide Preisträger waren anwesend. Andreas Brandhorst wurde für seinen Roman „Das Schiff“ ausgezeichnet, Frank Böhmert für die Kurzgeschichte „Operation Gnadenakt“. Vom fachkundigen Publikum erfreut aufgenommen wurde außerdem eine Neuerung: Erstmals verteilte das DSFP-Komitee Urkunden für die Platzierungen Zwei und Drei, um auch diese erfolgreichen Autoren auszuzeichnen.

Die Träger des DSFP 2016: Andreas Brandhorst (links), Frank Böhmert (rechts)

Die Träger des DSFP 2016: Andreas Brandhorst (links), Frank Böhmert (rechts)

Nach den Lesungen der Preisträger war ein weiterer gut besuchter Höhepunkt die Podiumsdiskussion über die Zukunft der Medizin mit Gesprächspartnern aus Klinikum und SF-Szene. Ethische Fragen wurden genauso angesprochen wie ganz praktische: Ein zukünftiger Patient wird vielleicht von einem netten Androiden betreut, aber wer nimmt die Beschwerden beispielsweise über nicht aufgeladene Akkus entgegen?

Ebenfalls bekanntgegeben wurden die Gewinner des Curt-Siodmak-Preises. Der SFCD prämierte in dieser Publikumsabstimmung die beste TV-Serie („Dr. Who“) und den besten Spielfilm („Der Marsianer“, mit Abstand) und verloste zwei DVD-Boxen.

Der MediKonOne war eine gelungene Crossover-Veranstaltung: Es kam tatsächlich zu Begegnungen zwischen zwei Welten. Auch medizinisches Personal wurde gelegentlich beim Kauf von SF-Literatur und im Gespräch mit SF-Fans beobachtet; die Lesungen und Diskussionsrunden boten jederzeit spannende Unterhaltung. Bis auf Kleinigkeiten funktionierte die Organisation wie am Schnürchen, und zumindest am Samstag konnte sich auch niemand über zu wenig Publikum beklagen (mehr geht natürlich immer!). Gleich mehrere jüngere „Ersttäter“ (also SF-Fans, die zum allerersten Mal einen Con besucht haben und – sorry, Altersgenossen! – noch keine grauen Haare haben), wurden gesichtet. Da kann man sich nur bei Cheforganisator Ralf Boldt und seinem Team bedanken!

Wir tun mal so, als wäre der Con ein Buch und dies eine Rezension und vergeben:

Wertung-5-Sterne

Das Fazit: Hoffentlich sehen wir uns wieder beim MediKonTwo!

(Alle Fotos: Uwe Post)

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