Uwe Post

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Name: Uwe Post
Angemeldet seit: 13. August 2012

Aktuelle Beiträge

  1. Rezension: „Versuchsreihe 13“ von Uwe Hermann — 12. September 2017
  2. Neu: „Meuterei auf Titan“ (Anthologie) — 14. August 2017
  3. Rezension: „Leichter als Vakuum“ von Simon&Steinmüller — 14. August 2017
  4. Rezension: „Junktown“ von Matthias Oden — 15. Juli 2017
  5. Neu: Welcome to Europe — 28. Juni 2017

Liste der Autorenbeiträge

Rezension: „Unsterblich“ von Jens Lubbadeh

Unsterblich von Jens Lubbadeh

Ein SF-Roman über digitales Leben nach dem Tod – und das in einem Großverlag, mit Marlene Dietrich auf dem Cover. Sagen wir mal so: Heyne hat schon Bücher rausgebracht, die weniger neugierig gemacht haben.

Benjamin Kari geht dem Verschwinden des „Ewigen“ von Marlene Dietrich nach. Die „Ewigen“ sind die holografischen Abbilder Verstorbener. Die ganze Technik dahinter stammt von einem Monopolisten namens „Infinity“. Es gibt „Ewige“ von Berühmtheiten, aber auch von der Oma, der tragisch verstorbenen Ehefrau oder (posthum) von einem selbst. Dazu zeichnet Infinity mit „Lebenstrackern“ alles auf, was ein Mensch erlebt, um später damit die Simulation zu programmieren, die als ewiges holografisches Abbild durch die Gegend läuft – allerdings leicht modifiziert. Ich will hier nicht zu viel vorweg nehmen, aber eines sei gesagt: Man darf hier keine akkurate, realistische Darstellung einer möglichen digitalen Zukunft erwarten. Zwar gibt es auch in der Realität Bestrebungen, mehr als nur die Erinnerung an Verstorbene digital aufzubewahren, aber was Lubbadeh in seinem Roman erfindet, ist eine ganz andere Nummer. Er muss dafür einen Riesenaufwand an Technik postulieren: Billionen Nanodrohnen, Chips im Kopf um die Hologramme „einzublenden“, Lebenstracker im Handgelenk, und so weiter. Woher die nötige Energie kommt, wie die immensen Datenmengen übertragen und verarbeitet werden – geschenkt. Spätestens gegen Ende wird klar, dass die Daten sogar sehr leicht zu beschädigen sind. Der Rezensent, selbst IT-Berater, kann da nicht aus seiner Haut: Er sieht sich die ganze Zeit in einem Meetingraum bei Infinity verzweifelt erklären, dass es zwar echt cool ist, Rechenzentren an pittoresken Orten aufzustellen, dass echte IT-Sicherheit aber doch ein bisschen anders funktioniert.

Sehr überzeugend beschreibt der Autor hingegen, wie die Ewigen von Berühmtheiten im täglichen Leben wichtige Positionen einnehmen: Man glaubt sofort, dass die Wähler einen Ewigen von Helmut Schmidt jedem zeitgenössischen Politiker vorziehen würden. Die Masse schaut ja auch lieber den x-ten Aufguss von Enterprise und Spiderman – oder eben den neuen Film mit Marlene Dietrich. Hier nutzt Lubbadeh die Gelegenheit für popkulturelle Anleihen, die SF-Leser immer gerne goutieren.

Nach und nach entwickelt der Roman eine spannende Thrillerhandlung. Er bleibt fast die ganze Zeit in der Perspektive des Ben Kari, der Kapitel für Kapitel tiefer in eine Verschwörung hineingezogen wird und schließlich zum Gejagten wird. Dabei kommen natürlich diverse Schusswaffen zum Einsatz, und die Projektile treffen durchaus auch mal.  Es fließt eine Menge Blut – bis man sich am Schluss fragen muss, ob die dem Tode nahe und schon leicht verwirrte Hauptfigur mit seiner letzten Handlung nicht eine globale Katastrophe auslöst…

Auch wenn hier zweifellos ein ideenreicher und spannender Roman vorliegt: Eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema „digitaler Tod“ bleibt der Autor schuldig. Die „Ewigen“, um die es eigentlich zu gehen scheinen, treten so gut wie nie selbst auf. Am Schluss gibt es noch eine dermaßen phantastische Wendung, dass einem das „Hä!?“ glatt im Halse stecken bleibt. Hier nähert sich der Roman fast schon gefährlich dem Bloß-nichts-hinterfragen-Niveau typischer amerikanischer Blockbuster. Es bleibt aber unter dem Strich eine spannende, flott erzählte Geschichte mit vielen interessanten Einfällen. Das ergibt eine 3-Sterne-Wertung – den vierten Stern erhält hier der Großverlag für den Mut, einem SF-Roman eines recht unbekannten, ideenreichen, deutschen Autors eine Chance zu geben, der noch dazu nicht im fernen Weltraum spielt. Wollen wir hoffen, dass die Verkaufzahlen diesen Mut belohnen – eine Leseempfehlung sprechen wir allemal aus.

Aktuell gibt es im SF-Netzwerk eine Leserunde zum Roman (Link folgt, da das SFN derzeit nicht verfügbar ist).

Das Buch selbst gibt es im Buchladen eures Vertrauens.

Unterhaltung: 

Anspruch: 

Originalität: 

Neues von Ren Dhark

In der Serie „Ren Dhark“ ist ein neuer Titel erschienen:

weg63Band 63 der Haupt-Serie „Weg ins Weltall“ unter dem Titel „Gefahrenpotenzial Ter“:

Die beiden GSO-Ermittler Ömer Giray und Liv Sanders entdecken auf Blue Star endlich eine heiße Spur. Allerdings entpuppt sich der Planet auch als ungemütliches Pflaster für die beiden, denn ihre Widersacher sind ihnen offenbar äußerst dicht auf den Fersen. Etwa zur selben Zeit kommen Arc Doorn, Chris Shanton und Amy Stewart an einem ihnen völlig unbekannten Ort wieder zu sich. Fast zu spät erkennen sie das Gefahrenpotenzial Ter …

Autoren: Jan Gardemann und Andreas Zwengel; nach dem Exposé von Ben B. Black.

Hardcover, 272 Seiten
Herausgegeben von Ben B. Black
Unitall Verlag
EUR 16,90
Weitere Infos im HJB-Shop

Rückblick: MediKonOne

Am 12. und 13. August traf sich die SF-Gemeinde in Oldenburg zum MediKonOne – aber dieser Con war anders. Böse Zungen könnten ja behaupten, dass die Überalterung der SF-Szene irgendwie ganz gut zu einem Klinikum als Location passe. Aber Medizin und SF haben eine erhebliche Schnittmenge: Denn dass im Gesundheitssystem gewisse teils unangenehme Zukunftsfragen auf der Tagesordnung stehen, ist allgemein bekannt. Die Babyboomer erreichen bald das Alter, in dem ernsthafte Erkrankungen immer wahrscheinlicher werden. Und schon jetzt können Krankenhäuser nicht alle offenen Stellen für Pflegepersonal besetzen. Moderne Technologie hilft schon längst bei der Diagnose Behandlung, aber wie geht der Weg weiter? Welche Antworten haben Mediziner, welche SF-Autoren?

Die Location: Das MAZ des Klinikum Oldenburg

Die Location: Das MAZ des Klinikum Oldenburg

An zwei Tagen (zuzüglich SFCD-Versammlung am Sonntag) wartete auf drei bis vier Schienen ein abwechslungsreiches Programm auf die Gäste. Im großen Saal gab es meist Vorträge zu medizinischen Themen, in den kleineren Räumen fanden ganz unterschiedliche Lesungen statt. Im Treppenhaus der Location, des Medizinischen Ausbildungszentrums (MAZ) des Klinikum Oldeburg, hatten außerdem mehrere Anbieter Büchertische aufgebaut. Pech für die Veranstalter: Zwei der Ehrengäste, nämlich Dirk C. Fleck und Dietmar Dath, mussten leider kurzfristig absagen.

Einer der Höhepunkt am Freitag war der Auftritt des verbliebenen Ehrengastes, Herbert W. Franke (89). Der Künstler und Autor unzähliger Kurzgeschichten und Romane trug nicht nur auf unnachahmliche Weise zwei Geschichten und ein Gedicht vor, er zeigte auch einen auf Basis einer seiner Storys entstandenen Kurzfilm. Außerdem stand er während des Cons ständig zum Signieren von Büchern und für Gespräche zur Verfügung – ein SF-Altmeister zum Anfassen.

Herbert W. Franke in Aktion

Herbert W. Franke in Aktion

Eine besondere Art des Sponsorings hatte sich übrigens der Heyne-Verlag einfallen lassen: So erhielt jeder Besucher nicht nur je ein Gratis-Exemplar des Essays „Die Zukunft“ von Heyne-Lektor Sascha Mamczak, sondern auch den aktuellen Roman „Unsterblich“ von Jens Lubbadeh.

Stapelweise Unsterblichkeit

Stapelweise Unsterblichkeit

Permanent zu bewundern war außerdem eine Ausstellung mit Werken des Künstlers Lothar Bauer im Treppenhaus der Location.

Ausstellung mit Werken von Lothar Bauer

Ausstellung mit Werken von Lothar Bauer

Einer der Höhepunkte am Samstag: Die Verleihung des Deutschen Science Fiction Preises. Beide Preisträger waren anwesend. Andreas Brandhorst wurde für seinen Roman „Das Schiff“ ausgezeichnet, Frank Böhmert für die Kurzgeschichte „Operation Gnadenakt“. Vom fachkundigen Publikum erfreut aufgenommen wurde außerdem eine Neuerung: Erstmals verteilte das DSFP-Komitee Urkunden für die Platzierungen Zwei und Drei, um auch diese erfolgreichen Autoren auszuzeichnen.

Die Träger des DSFP 2016: Andreas Brandhorst (links), Frank Böhmert (rechts)

Die Träger des DSFP 2016: Andreas Brandhorst (links), Frank Böhmert (rechts)

Nach den Lesungen der Preisträger war ein weiterer gut besuchter Höhepunkt die Podiumsdiskussion über die Zukunft der Medizin mit Gesprächspartnern aus Klinikum und SF-Szene. Ethische Fragen wurden genauso angesprochen wie ganz praktische: Ein zukünftiger Patient wird vielleicht von einem netten Androiden betreut, aber wer nimmt die Beschwerden beispielsweise über nicht aufgeladene Akkus entgegen?

Ebenfalls bekanntgegeben wurden die Gewinner des Curt-Siodmak-Preises. Der SFCD prämierte in dieser Publikumsabstimmung die beste TV-Serie („Dr. Who“) und den besten Spielfilm („Der Marsianer“, mit Abstand) und verloste zwei DVD-Boxen.

Der MediKonOne war eine gelungene Crossover-Veranstaltung: Es kam tatsächlich zu Begegnungen zwischen zwei Welten. Auch medizinisches Personal wurde gelegentlich beim Kauf von SF-Literatur und im Gespräch mit SF-Fans beobachtet; die Lesungen und Diskussionsrunden boten jederzeit spannende Unterhaltung. Bis auf Kleinigkeiten funktionierte die Organisation wie am Schnürchen, und zumindest am Samstag konnte sich auch niemand über zu wenig Publikum beklagen (mehr geht natürlich immer!). Gleich mehrere jüngere „Ersttäter“ (also SF-Fans, die zum allerersten Mal einen Con besucht haben und – sorry, Altersgenossen! – noch keine grauen Haare haben), wurden gesichtet. Da kann man sich nur bei Cheforganisator Ralf Boldt und seinem Team bedanken!

Wir tun mal so, als wäre der Con ein Buch und dies eine Rezension und vergeben:

Wertung-5-Sterne

Das Fazit: Hoffentlich sehen wir uns wieder beim MediKonTwo!

(Alle Fotos: Uwe Post)

Neu: „Apatheia“ – SF-Storys von Guido Seifert

Soeben erschienen ist die Story-Sammlung „Apatheia“ von Guido Seifert.

Sie enthält 13 Kurzgeschichten, zwei davon nagelneu.

Guido Seifert ist für seine anspruchs- und stimmungsvollen Kurzgeschichten schon lange in der Szene bekannt. Eine Sammlung seiner besten Geschichten lohnt sich also sicher für Fans guter deutscher SF.

Das Taschenbuch kostet 16,90 EUR, es gibt auch E-Books für 5,99.

Mehr Infos beim Verlag.

Game-Test: „Stellaris“

StellarisWenn ein deutscher Publisher (Koch Media) ein SciFi-Game produziert und herausbringt, ist uns das natürlich einen genaueren Blick wert. Auch wenn das Spiel von Paradox Interactive in Schweden programmiert wurde. Dieses Studio ist für anspruchsvolle Strategiespiele bekannt: Europa Universalis und Crusader Kings seien als Beispiele genannt. Wenig erstaunlich, dass uns ein paar Elemente aus diesen Spielen bekannt vorkommen. Aber greifen wir nicht vor. Worum geht es in Stellaris?

„Stellaris“ ist ein 4X-Spiel. Die vier x des Genres stehen für explore, expand, exploit, exterminate. Es geht also darum, die Galaxis zu erforschen, die eigene Einflusszone auszudehnen, die eigene Fraktion durch Forschung weiterzuentwickeln und am Ende die anderen zu dominieren. Um zu gewinnen, müssen üblicherweise gewisse Bedingungen erreicht werden – und damit sind wir bereits bei einer Schwachstelle von „Stellaris“, denn in der vorliegenden Version gibt es nur zwei solche Siegbedingungen. Anders als andere Vertreter des Genres (z.B. „Galactic Civilizations“, „Endless Space“) läuft „Stellaris“ nicht rundenbasiert, sondern in Echtzeit ab. Man kann das Spiel aber jederzeit pausieren, um in Ruhe nachzudenken, schwierige Entscheidungen zu treffen oder einen Tee zu kochen. Auch beschleunigen lässt sich der Ablauf. Die Galaxis ist mehr oder weniger auf zwei Dimensionen komprimiert, aber das sehen wir dem Spiel nach, denn in dreidimensionalen Karten verliert man schnell die Orientierung.

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Wer 4X-Games kennt, findet sich in der aufgeräumten Bedienoberfläche schnell zurecht. Wir können Forscher, Admiräle oder Gouverneure einsetzen (die übrigens altern, sterben oder abgewählt werden können), Raumschiffe bauen oder weiterentwickeln. Forschungsschiffe senden wir in Nachbarsysteme, Konstruktionsschiffe bauen Stationen, die Ressourcen abbauen, Kolonieschiffe verbreiten unser Volk auf lebensfreundliche Planeten, die gegebenenfalls zunächst terrageformt werden müssen. Auf Planeten entstehen Bauwerke, die wiederum Ressourcen erzeugen. Bisweilen finden wir Spuren antiker Aliens oder begegnen fremden raumfahrenden Völkern und nehmen dipolomatische Beziehungen auf – oder schicken eine Flotte Kampfschiffe rüber. Raumkämpfe mit ihrem fröhlichen Laser- oder Kanonenfeuer dürfen wir beobachten, selbst zum Steuer oder Feuerknopf greifen wir aber nicht. Manchmal müssen auch Weltraumpiraten ausgeschaltet werden.

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Bemerkenswert ist die Anzahl verschiedener Systeme und Alien-Völker, denen wir begegnen. So finden wir nicht nur eine Handvoll, sondern zwanzig oder dreißig andere Völker unterschiedlicher Ausprägung vor – manche freilich nur in Form von Trümmern, weil sie von ihren expansiven Nachbarn längst überrollt worden sind. Die Fremdartigkeit der Aliens zeigt sich nicht nur im Aussehen des jeweiligen diplomatischen Bevollmächtigten und in politischen Attributen, sondern auch an den Raumschiffen. So besuchen auch mal geheimnisvolle quallenähnliche Gebilde ein eigenes Sonnensystem, nur um nach dem Wiederaufladen des Warpantriebs wieder zu entschwinden.

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Ist man anfangs hauptsächlich damit beschäftigt, die Nachbarsysteme auszukundschaften, so ist es damit irgendwann vorbei, nämlich wenn man die Grenzen fremder Gebiete erreicht. Dann hilft nur noch ein bewaffneter Konflikt, um sich auszudehnen, und der gestaltet sich kompliziert. Im Geflecht diplomatischer Verknüpfungen fühlt man sich bisweilen etwas ohnmächtig. In dieser Hinsicht erinnert das Spiel stark an die ebenfalls sehr politischen historischen Spiele von Paradox. Denen entstammt übrigens anscheinend auch der Bildgenerator, der Profilfotos aller Figuren im Spiel durch geringfügige Abwandlung von Haut und Haaren erzeugt – die menschlichen Frauen schielen beispielsweise alle gleich entnervt in die Kamera.

Während Stabilität, Nutzeroberfläche, Grafik und Soundtrack durchaus überzeugen können, gibt es Abzüge in der B-Note in der Kategorie sense of wonder. Entdeckungen arkaner Artefakte beschränken sich auf einen Dialog mit briefmarkengroßer Illustration, Text und Button. Auch die fremdartigsten Aliens oder schrägsten Ereignisse (Projektile, die vor Jahrmillionen aus einer anderen Galaxis abgefeuert wurden und um ein Haar ausgerechnet unser Forschungsraumschiff zu Klump schießen!) bleiben farblos. Viele Illustrationen sind durchaus ansprechend gemalt, wo animierte 3D-Modelle vielleicht zeitgemäßer wären und mehr Möglichkeiten bieten würden. Trotzdem können wir viel Zeit mit dem Spiel verbringen: Zig spielbare Zivilisationen plus die Möglichkeit, eigene zu gestalten, sowie eine offene Schnittstelle zum Steam Workshop – das bedeutet immer neue Herausforderungen. Unser letzter kleiner Kritikpunkt ist die deutsche Übersetzung: Die Stimme des Beraters ist und bleibt englisch, und einige Texte wurden nicht optimal übertragen.

Der Multiplayer-Modus, bei dem jeder Teilnehmer eine Fraktion übernimmt, haben wir nicht getestet.

Unter dem Strich ist „Stellaris“ empfehlenswert für Fans von 4X-Games und solche, die es werden wollen. Für Casual Gamer sind 4X-Spiele generell zu komplex und umfangreich. Fans von Weltraum-SciFi kommen auf ihre Kosten, ohne aber vom Hocker gerissen zu werden.

„Stellaris“ ist im Handel erhältlich auf DVD und online (Steam) und läuft auf Windows, Mac OS X und Linux bei moderaten Hardwareanforderungen. (Getestet haben wir unter Windows 10 und Linux.)

Wertung-4-Sterne

SWR-Krimi: „Tatort – HAL“

Der SWR bringt in seiner „Tatort“-Reihe auch Krimis, die in der nahen Zukunft spielen, so auch in „Tatort – HAL“.

Autor und Regisseur Niki Stein geht es dabei um die Logik der Datenauswertung bis hin zur Frage, wer eigentlich die Macht über unsere Daten und unser Leben hat. Der 19. Fall der Stuttgarter Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz dreht sich um den Mord an Elena Stemmle, Schauspielschülerin mit Nebenjobs bei einem Online-Escortservice und bei der Softwarefirma Bluesky.

Ausstrahlung: 28. August, 20:15 Uhr, Das Erste

Neu: „Unsterblich“ von Jens Lubbadeh

Mangels Raumschiffe und Laserwaffen läuft dieser Roman nicht im SF-Programm des Heyne-Verlages, aber selbstverständlich handelt es sich um einen Roman „unsereres“ Genres:

In „Unsterblich“ entwirft Jens Lubbadeh das Bild einer Zukunft, in der Menschen nach dem Tod als Hologramme weiterleben.

DIESE ZUKUNFT IST NUR EINEN KLICK ENTFERNT

Der Traum der Menschheit vom ewigen Leben ist Wirklichkeit geworden: Dank Virtual-Reality-Implantaten können die Menschen als perfekte Kopien für immer weiterleben. Auch Marlene Dietrich ist als Star wiederauferstanden und wird weltweit gefeiert – bis sie eines Tages spurlos verschwindet. Eigentlich unmöglich! Für den Versicherungsagenten Benjamin Kari wird aus der Suche nach ihrem digitalen Klon ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel.

Mit »Unsterblich« legt der Wissenschaftsjournalist Jens Lubbadeh einen Debütroman vor, der die Hybris unserer digitalisierten Gegenwartswelt schonungslos und packend entblößt.

Infos zum Buch beim Verlag

Neu: STELLARIS – SciFi-Game von Koch Media

StellarisDer deutsche Produzent Koch Media bringt heute ein neues SF-Strategiespiel in den Handel: STELLARIS.

Das 4X-Game, entwickelt mit den Strategie-Experten Paradox Interactive (Cities in Motion, Europa Universalis, Crusader Kings…), kann schon auf einige Vorschusslorbeeren verweisen und setzt in vielerlei Hinsicht Maßstäbe: Sternensysteme mit tausenden Planeten werden prozedural generiert, ebenso die Zivilisationen, denen man begegnet. Das Game kommt mit zeitgemäßer Grafik auf PC, Mac und Linux daher und ist im Einzelhandel sowie auf Steam erhältlich.

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Weitere Infos demnächst hier und auf der Homepage: http://www.stellarisgame.com/

Neu bei Atlantis: van den Boom, Burban, Falke, Hiltrop, Kay

Der Atlantis-Verlag hat im Juni einen ganzen Stapel Neuerscheinungen anzubieten:

„Der Terraformer 2“ ist die Fortsetzung des gleichnamigen Erstwerks von Matthias Falke.

Ragna und Roderick genießen mit ihren Kindern den Frieden auf Hroisengart. Olaf wurde verbannt und büßt seine Strafe auf dem fernen, unwirtlich Minenplaneten Hryfir ab. Der alte Orluffson hält schützend die Hand über die junge Erzweltenfamilie. Aber als der Patron stirbt, meldet Olaf seine Ansprüche an.

Auf dem terraformten Planeten erntet Anders McCoy die Früchte seiner Arbeit. Die Welt ist begrünt. Riesige Tierherden ziehen über die Prärien. Das Abenteuer auf den Erzwelten scheint nur eine romantische Episode gewesen zu sein. Doch dann landet eine Fähre mit dem Wappen einer alten Dynastie und seine Verstrickung in die undurchschaubaren Händel der traditionsbewussten und stolzen Kultur holt ihn wieder ein.

Gleich drei neue Serien startet der Verlag. Die erste, geschrieben von Achim Hiltrop, dreht sich einmal mehr um Clou Gallagher:

Söldner, Schmuggler, Abenteurer – Clou Gallagher könnte mit all diesen Bezeichnungen gut leben. Als Kriegsverbrecher und Hochverräter abgestempelt zu werden, ist allerdings etwas, das der selbständige Raumpilot und sein intelligentes Schiff Trigger nicht auf sich sitzen lassen können. Zusammen mit ihrer hartnäckigen Verfolgerin, der attraktiven Admiralin Tonya Delanne, decken sie eine ungeheuerliche Verschwörung auf. Ihre Recherchen entfesseln einen Sturm, welcher die Grundpfeiler der Monarchie des Planeten Kerian zu erschüttern droht …

Fröhliche Lasersalven verschießen Raumschiffe sicher auch in Band 10 der Military-SF-Reihe „Der Ruul-Konflikt“ von Stefan Burban: „Die Spitze des Speers“

Die Schlacht um Serena ist beendet. Beide Seiten haben große Verluste erlitten und sind noch dabei, ihre Wunden zu lecken, als das Terranische Konglomerat in seinen Grundfesten erschüttert wird.
An der Besatzung eines Horchpostens nahe der RIZ wird ein Massaker verübt. Doch offenbar sind nicht die Ruul die Drahtzieher hinter dem Angriff. Alles deutet auf eine Verwicklung der ROCKETS in das Blutbad.
Plötzlich stehen alle Mitglieder der Spezialeinheit unter Generalverdacht. War es lediglich die Tat weniger Abtrünniger? Oder steckt eine großangelegte Verschwörung dahinter?
Fragen, die geklärt werden müssen, bevor man eine Fortführung des Krieges gegen die Ruul ins Auge fassen kann. Rachel Kepshaw von der Abteilung für Innere Sicherheit des MAD nimmt sich der Aufgabe an, die Schuldigen ausfindig zu machen. Doch ihr läuft die Zeit davon. Die Hintermänner des Angriffs verfolgen nämlich ehrgeizige Pläne – und der Countdown für ihren nächsten Schlag ist bereits angelaufen …

Auch Dirk van den Booms „Kaiserkrieger“ sind weiterhin in der Vergangenheit unterwegs, aktuell in „Brennende Tempel“ (Band 10).

Der Siegeszug der neuen Eroberer aus Teotihuacán scheint unaufhaltsam. Doch unter den Maya, die lediglich ein Imperium gegen das andere austauschen, regt sich Widerstand. Alte Gewissheiten haben ihre Gültigkeit verloren und neue Allianzen bilden sich. Hoffnung keimt, wo niemand sie erwartet hätte; aus der Niederlage erwächst oft eine neue Stärke. Doch ein Pfad der Vernichtung zieht sich durch das Land der Maya und es brennen nicht nur die Tempel.

Derweil wird man in Rom mit der Perspektive einer weitaus größeren Bedrohung konfrontiert, als beunruhigende Nachrichten aus dem Osten eintreffen. Und was in Mittelamerika passiert, bekommt für die Kaiserkrieger aller Nationen eine globale Perspektive.

Und schließlich beschert uns der fleißige Dirk van den Boom gleich zwei neue Serien:

Die neue SF-Serie „Die Scareman-Saga“ ist gestartet. Die Romane erscheinen als Paperback und eBook, sie werden größtenteils von Dirk van den Boom verfasst, aber auch Sylke Brandt wird an der Serie beteiligt sein.

„Die Scareman-Saga“ erzählt die Geschichte des tödlich erkrankten Infanterie-Sergeanten Jonathan Savcovic, der seinen Körper im Orbit um den Planeten Akkar im ewigen Tiefschlaf bettet, um immer dann aufzuwachen, wenn sich ein Eingreifen als erforderlich erweist. Doch Savcovic erwartet nicht, dass seine jahrhundertelange Wacht Herausforderungen bereithält, mit denen niemand hat rechnen können – und die irgendwann seinen Auftrag ganz grundsätzlich in Frage stellen könnten…

Und schließlich ist die Superhelden-Serie „Die Beschützer“ gestartet, erdacht und geschrieben von Martin Kay und Dirk van den Boom:

Deutschland braucht Superhelden!
Zumindest, wenn es nach der Ansicht Konrad Berghoffs geht. Der Inhaber zweier Biotech-Firmen erforscht seit Jahren die Möglichkeiten übernatürlicher Fähigkeiten beim Menschen. Als die selbst ernannte Rächerin Sin Claire über die Dächer Frankfurts fliegt und Raubüberfälle ebenso vereitelt, wie sie Menschen in Not rettet, wittert der Industrielle eine echte Chance, seinen Traum eines Superheldenteams umzusetzen. Er beauftragt den Ermittler Kevin Burscheid, Sin Claire und weitere Begabte für seine Sache zu gewinnen. Doch die vermeintlichen Helden fügen sich nur widerwillig in ihre Rollen. Erst als ein Schurke mit unglaublichen Kräften Frankfurt unsicher macht und Menschenleben in Gefahr sind, kommt es zum Team-up.
Die Beschützer sind da!

Näheres zu Preisen, Bezug, Erscheinungsweise und Abo-Möglichkeiten findet ihr unter atlantisverlag.wordpress.com.

Neu: „Alkatar“ von Anja Fahrner

Im ansonsten eher in der Fantasy aktiven Emmerich-Verlag ist der Debütroman von Anja Fahrner erschienen: „Alkatar“.

2030 – Die Menschen haben die Erde an den Rand einer Katastrophe gebracht, doch jenseits unseres Sonnensystems ist diese Entwicklung nicht unbemerkt geblieben.

Die Laurasier, entfernte Vorfahren der Menschen, starten eine verborgene Rettungsaktion, um den Fortbestand der menschlichen Spezies zu sichern: Freiwillige sollen auf dem erdähnlichen Planeten Zadeg einen Lebensweg im Einklang mit der Natur erlernen.

Doch der Verantwortliche der Mission, der laurasische Heerführer und Telepath Alkatar, wird schon bald mit den Abgründen der menschlichen Natur konfrontiert. Als ein intergalaktischer Krieg Zadeg von der Außenwelt abschneidet, setzt sich eine dramatische Entwicklung in Gang …

Das Buch ist digital bei Amazon und Beam für EUR 4,95 erhältlich sowie gedruckt über Amazon CreateSpace.

Weitere Infos beim Verlag

ISBN-10: 1533142807 / ISBN-13: 978-1533142801

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