Sylvana Freyberg

Informationen zum Autor

Name: Sylvana Freyberg
Angemeldet seit: 18. August 2016

Aktuelle Beiträge

  1. Rezension: Heliosphere 2265 1 „Das dunkle Fragment“ von Andreas Suchanek — 8. November 2017
  2. Rezension: „Hammer und Söckchen“ von Guido Krain — 24. Oktober 2017
  3. Rezension: „Friesisches Inferno“ von Peter Gerdes — 26. Juli 2017
  4. Rezension: „Die Welten der Skiir 2 – Protektorat“ von Dirk van den Boom — 15. Juli 2017
  5. Rezension: „Helix“ von Marc Elsberg — 21. Juni 2017

Liste der Autorenbeiträge

Rezension: „Funken der Unendlichkeit“ von Guido Krain und anderen

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Die Serie O.R.I.O.N. Space Opera ist ein vielversprechendes Gemeinschaftsprojekt von mehreren Autoren. Sie bietet mit ihrem ersten Band “Funken der Unendlichkeit” spannende und actionreiche Unterhaltung mit genau der richtigen Menge Humor. Der pinke Hase im Kampfanzug auf dem Cover ist schon ein Hinweis auf den Humor, der sich durch die Geschichte zieht. O.R.I.O.N. steht für Outer Rim Intelligence Organization of Niobe und hat nichts mit dem Serienklassiker zu tun.

Der erste Band ist ein rasanter Einstieg in das Universum. In vier Novellen werden das Raumschiff und die Crew vorgestellt. Wir lernen den charismatischen Kapitän kennen und erfahren mehr über die Vorzüge und die herrschenden Vorurteile gegenüber Cyborgs und Klonen. Es soll auf eine lange Reise gehen, aber der Grund und das Ziel der Mission bleiben geheim. Schon der Einzug der Besatzung in das neue Schiff und der Jungfernflug sind nicht ohne Gefahren. Warum die Mission sabotiert wird, erfährt man in diesem Band aber noch nicht. Es bleibt spannend.

Für Fans der Space Opera ist der erste Band auf jeden Fall zu empfehlen. Es gibt Action, witzige Sprüche und außergewöhnliche Crewmitglieder. Hier fallen besonders die weiblichen Mitreisenden mit ihren exotischen Haut- und Haarfarben auf. Lange Beschreibungen von Details, wie zum Beispiel des Schiffausbaus oder wie der Antrieb funktioniert, brechen nicht den Lesefluss. Es wird mehr Wert auf die Story und die Interaktion zwischen den Akteuren gelegt. Die Charaktere sind etwas überzeichnet und der häufige Wechsel in der Erzählperspektive sind gewöhnungsbedürftig. In der zweiten Novelle wurde dieser Wechsel sogar noch gesteigert. Die zwei Zeitschienen mit je zwei Erzählperspektiven und den schnellen Sprüngen sind anstrengend, aber sie ergeben durchaus Sinn. Insgesamt erfährt man nicht viel über die Hintergründe des Universums. Aber da das erst die Einführung ist, bleibt zu hoffen, dass man in den nächsten Bänden mehr darüber erfahren wird.

Fazit: Als Einführungsband zu einer Serie ist diese Novellensammlung sehr gelungen. Er macht Lust auf mehr.

Wertung-4-Sterne

Rezension: „Das Universum nach Landau“ von Karsten Kruschel

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Ein Roman in Dokumenten und Novellen.

Jede Novelle erzählt eine mehr oder weniger in sich abgeschlossene Geschichte. Ohne den Rückentext gelesen zu haben, wirken die Geschichten zunächst ziemlich zusammenhanglos und deshalb erschließt sich nur im Nachhinein der Rote Faden in der Zusammenstellung der Dokumente und Novellen: die Evolution des Menschen, getrieben von immer größeren Hindernissen, die das Universum ihm entgegenstellt.

Der sehr gute Schreibstil des Autors ermöglicht es bei den längeren Texten schnell in die Geschichte einzusteigen und man würde gern mehr erfahren. Sie beginnen meist interessant und spannend, aber bei einigen drängt sich der Verdacht auf, dass sie schnell beendet werden mussten oder der Fokus verschob sich während der Erzählung. Zum Beispiel bei der Geschichte Weiß: Der Ausweg Blanch. Hier wird am Anfang die Liebe zwischen den beiden Protagonisten in den Vordergrund gestellt, aber bald schon geht die Frau aufgrund eines Selbst-Experimentes mit beachtlichen Folgen ihren eigenen Weg und den Mann scheint das gar nicht zu berühren. Irgendwie fehlt hier etwas.

Als ergänzende Geschichtensammlung zu den anderen Büchern aus dem Universum dieses Autors ist das Buch wahrscheinlich zu empfehlen. Auch wenn man die einzelnen Texte als separate Kurzgeschichten betrachtet (die z.T. bereits in Magazinen erschienen sind), hat man durchaus Spaß an der Beschreibung der technischen Möglichkeiten und den Begegnungen mit fremden Lebensformen. Trotzdem stellt sich die Frage, ob die Ideen vielleicht zu groß für kurze Novellen sind und deshalb das bloße Umreißen den Leser am Ende unbefriedigt zurück lässt.

Wertung-3-Sterne

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