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Ebooks, die’s drauf haben: „Nano“ von Alpha O’Droma

Der Ebook-Markt ist, vorsichtig ausgedrückt, unübersichtlich. Unter den unendlichen vielen Eigenproduktionen Lesbares zu finden, ist Glücksache, zumal man sich auf Amazon-Rezensionen nicht verlassen kann. Daher bringt dsf jetzt in lockerer Folge Tipps zu brauchbaren SF-Ebooks deutschsprachiger Autoren, die auch den anspruchsvollen Leser zufriedenstellen. Heute besprechen wir: „Nano“ von Alpha O’Droma.

Man mag von Nanobots halten, was man will: Für eine Katastrophe globalen Ausmaßes sind sie immer gut. Allerdings ist es nicht die Schilderung dieser Katastrophe, die die Qualität dieses Romans ausmacht. Es ist die Erzählweise. Die Story ist dermaßen schnoddrig und mit lapidarem Humor erzählt, dass kein Auge trocken bleibt. Der Erzähler, ein Professor Femto, ist nicht nur ein alter Sack (wie schon der Klappentext verrät), er hat auch seine Finger tief im ganzen Schlamassel drin. Er konsumiert Upper, Downer und die teuersten Prostituierten, fliegt auch mal zu einem Europapokalspiel nach St. Petersburg (gegen Hertha BSC Berlin) und unterhält den Leser jederzeit mit seiner stets, äh, professionellen Einstellung. Alpha O’Droma ist übrigens kein Unbekannter in der Szene: 2004 und 2005 wurde sein Zweiteiler „Eins“ für den Deutschen Science Fiction Preis nominiert.

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