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Das war der DORT.con 2015

Wie in jedem ungeraden Jahr lud Dortmund zur SF-Convention ins Fritz-Henßler-Haus.

Die Ehrengäste waren Chris Beckett, Karsten Kruschel und Lothar Bauer.

Wie immer überzeugte der Con mit einer souveränen Organisation und bester Stimmung. Aber es gab auch was für’s Auge. Wie schon bei vielen Veranstaltungen von Fantasy-Kollegen liefen einige Besucher in aufwändigen Verkleidungen herum, und bemerkenswerte Ausstellungsgegenstände vermochten zu fesseln.

Lothars Ausstellung

Nicht nur eine Auswahl von Lothar Bauers Kunstwerken war zu bewundern – auch die Steampunker bereicherten die Bücherbörse mit Dampf, Plasmamaschinen und Kaiser-Wilhelm-Schnauzbärten.

Zahlreiche Lesungen, nicht nur der Ehrengäste, boten für jeden der Besucher ein abwechslungsreiches Programm – wie immer war die Zeit zu kurz, um mit allen Fans einen Plausch zu halten. Die anscheinend immer weiter zunehmende Anzahl minderjähriger SF-Fans knetete übrigens mal wieder Aliens – ein oft unterschätztes Programm-Highlight, nicht nur aus Sicht von Con-gestressten Eltern.

Arno Behrend vom OrgaKom betont: „Trotz einiger kurzfristiger Absagen sind keine Veranstaltungen ausgefallen.“ Unter anderem blieb Frank Hebben der Convention fern, weil er nicht damit einverstanden war, dass die Veranstalter Begleitpersonen von Vortragenden keinen freien Eintritt gewähren. Die eigentlich gemeinsam mit dem Verfasser dieser Zeilen geplante Lesung wurde kurzfristig zu einer One-Man-Show umgeplant und widmete sich zum Teil der kommenden Wurdack-Serie „Biom Alpha“.

Die Abendshow entpuppte sich als SF-Variante der TV-Show „Vier sind das Volk“: Die Protagonisten – die drei Ehrengäste und drei Fans – mussten mit schlagenden Argumenten eine bestimmte These unterstützten, um sich kurz darauf mit der gleichen Inbrunst für das genaue Gegenteil einzusetzen. Unvergessen bleibt dem Publikum sicher folgendes energisch vorgebrachte Argument von Professor Dr. Dirk van den Boom pro künstliche Fortpflanzung (und pro sexuelle Fortpflanzung): „Bindegewebe“.

Abendshow

Spannend wird es für den DORT.con im April: Dann bewirbt sich das OrgaKom um die Ausrichtung der EuroCon 2017 – wer hierfür erfolgreich die Daumen drückt, kann in zwei Jahren eventuell eine internationale Variante der beliebten Veranstaltung erleben. Wir von dsf sind jedenfalls dafür!