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Rezension: !Xaver und !Alois

Xaver und AloisEine rare Ausnahme sind hierzulande inhaltlich brauchbare und gleichzeitig handliche Sekundärwerke zur SF (der Ziegelstein „Das SF-Jahr“ fällt nicht unter „handlich“).

Umso wichtiger ist es uns, auf zwei passende Beispiele hinzuweisen.

Wer in den letzten Jahren den einen oder anderen SF-Con besucht hat, der hat womöglich bereits ein Panel des „Phantastischen Quartetts“ erlebt, in dem Ralf Bodemann, Christian Hoffmann, Udo Klotz und Stefan Kuhn „Perlen der Science Fiction“ vorstellen.

Die beiden Magazine „!Xaver“ (2015) und „!Alois“ (2016) sind die Papier gewordenen Panels für alle, die sie verpasst haben, plus Bonus.

Beide Ausgaben bringen persönlich gefärbte Leseempfehlungen aus allen Sparten des Genres – Anthologien, Romane, Klassiker, Trash, Serien, Sekundäres, Neues, deutsche und internationale Werke. Hinzu kommen fachkundige Artikel über Autoren wie David Brin oder Thomas Thiemeyer, und sogar Überlegungen, was an einem SF-Werk eigentlich zu einer positiven Rezeption führt, inklusiver diverser Zitate. Auch wenn es nicht direkt im Sinne der Verfasser gewesen sein mag: Ich persönlich glaube, dass sich gerade einige weniger erfahrene SF-Autoren die beiden Magazine zu Gemüte führen sollten – für mehr Qualität in der SF!

Einzige schlechte Nachricht: Es gibt wohl nur sehr wenige Leser, die es schaffen werden, bis zu ihrem Tod alle empfehlenswerten Werke (zuzüglich dem ohnehin schon vorhandenen Stapel ungelesener Bücher) zu genießen. Aber man kann ja zumindest mal anfangen…

Die hochwertig aufgemachten Hefte sind für 3 (Xaver) bzw. 4 Euro plus Porto im Moment nur per Email-Bestellung  zu beziehen. Wendet euch vertrauensvoll an Stefan Kuhn: stef.kuhn(at)yahoo.de