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Rezension: „Blumen vom Mars 2, Unter Göttern“ von Gabriele Nolte

 Schade, ich hatte mehr erwartet. Der erste Band gefiel mir sehr gut. Der zweite fällt ab.
Warum?
Nun, einerseits empfand ich keine Spannung oder nur sehr wenig. Es waren mir zu viele handelnde Personen vorhanden und vor allem ging mir die Esoterik auf die Nerven. Das hört sich jetzt hart an, aber wenn ich gegen Religion eingestellt bin (bin ich auch) und vor allem gegen religiöse Eiferer jeglicher Couleur (das muss ich der Autorin hoch anrechnen, sie geht hier wirklich mit jeder existierenden großen Religion hart ins Gericht), dann muss ich nicht eine Ersatzreligion anbieten, die sich außerdem noch eines zentralen Themas der christlichen bedient (bei ihr fahren die „Götter“ auch gen Himmel, auch wenn sie das als nächste Evolutionsstufe des Menschen beschreibt). Schade, kommen wir denn nicht wirklich ohne Religion besser zurecht?
Allerdings, und das sehen wir in den heutigen Tagen nur zu deutlich, brauchen wir ja noch nicht einmal eine Religion, um Populisten nach vorne zu bringen.
Nun, gefallen hat mir durchaus der Stil, in dem die Autorin schreibt. Auffällig war allerdings auch, dass sich hier im zweiten Band doch recht viele Rechtschreibfehler zeigten. Auch waren häufiger Wortwiederholungen zu finden. (Vgl. einfach mal meine vorherigen drei Sätze, zweimal „allerdings“, das sollte auffallen, wenn man den Text auch nur ein zweites Mal liest) Hier hätte es geholfen, wenn ein Lektor sich des Bandes einmal angenommen hätte. Grundsätzlich ist das Werk jedoch auch in dieser Hinsicht noch eine Perle, verglichen mit den meisten anderen selbstverlegten Büchern, auf die man heutzutage so trifft.
Somit verbleiben in meiner Wertung 3 von möglichen 5 Sternen.

Wertung-3-Sterne