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Rezension: „Friesisches Inferno“ von Peter Gerdes

Wie sich die Welt nach einer globalen Katastrophe verändert und die Menschheit ums Überleben kämpft, ist keine neu erfundene Geschichte. Vieles wurde schon einmal erzählt: Mutanten, Bandenkriege und neue–alte Gemeinschaftsstrukturen. Aber der Ort, an dem dies alles geschieht, ist neu. Friesland. Gerade für Leser, die sich dort auskennen, ist das Buch besonders lesenswert.

Engel ist verschwunden. Gander, ihr Bruder, und Helm, der sich für beide verantwortlich fühlt, machen sich auf den Weg durch Friesland, um sie zu suchen. Sie folgen verschiedenen Spuren und sind ständig tödlichen Gefahren ausgesetzt. Gefahr droht nicht nur von umherziehenden Banden, sondern die Tiere und Pflanzen haben es auch auf sie abgesehen. Die Natur ist nach der globalen Katastrophe nicht mehr so friedlich in Norddeutschland, wie wir sie kennen. Es gibt jetzt Menschen mit besonderen Fähigkeiten, auch Engel und Gander gehören zu diesen. Und so jemand hat auch Engel entführt, um Ihre Fähigkeiten auszunutzen und noch mächtiger zu werden. Er manipuliert sie und orchestriert kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Gemeinschaften. Diese Verkörperung des Bösen muss Helm besiegen, um seine Heimat zu retten. Sie finden Engel und verlieren sie wieder. War ihre Reisen umsonst? Nein, denn Helm erfährt den Grund für die Katastrophe und die Ursache für die veränderte Natur, die diese mit sich brachte.

Auf ihrer Reise denkt Helm oft an seine Kindheit zurück, die Zeit vor der Katastrophe. Er vergleicht, kritisiert und man bekommt den Eindruck, dass das Leben in dieser von Gewalt bestimmten Welt viel besser ist. Manches in der Handlung ist leider nicht so recht nachvollziehbar, zum Beispiel bei der Heimkehr von Helm sind ihm nur eine Handvoll Leute von dort mit Namen bekannt. Die Gemeinschaft dort kann aber nicht so groß sein, dass nicht jeder jeden kennt und außerdem hat er sein ganzes Leben dort verbracht. Die Geschichte ist gut geschrieben und Leser, die die Orte und Eigenheiten der Friesischen Menschen kennen, finden bestimmt die eine oder andere amüsante Stelle.

Fazit: kurzweilige Friesische Endzeitstory

Unterhaltung:

Anspruch:

Originalität: