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Iron Sky

Der Mond umkreist die Erde auf eine etwas eigentümliche Weise: Er dreht sich während seiner Umlaufbahn um die Erde gerade so schnell um die eigene Achse, dass er uns stets die gleiche Seite zuwendet. Daher sehen wir immer nur die „Vorderseite“ des Mondes, nie seine „Rückseite“.
Im kommenden SF-Film „Iron Sky“ haben sich zu dieser Rückseite nach dem zweiten Weltkrieg die Nazis mit Reichsflugscheiben aufgemacht und in einer Weltraumfestung namens „Schwarze Sonne“ verschanzt. Doch nun schrecken die Herren Kameraden aus ihrem Übermenschen-Schlaf: denn ein US-Space-Shuttle soll 2018 auf der „dunklen Seite des Mondes“ landen – und könnte dabei die versprengten Reste des Deutschen Reiches aufspüren. Da hilft nur eins: Erstschlag gegen die Erde mit Meteorblitzkrieg!

Was als finnisches Fan-Projekt mit einem einfachen Trailer begann, ist inzwischen mit viel Mühe, Tricks und Crowdfunding eine Finnisch-Deutsch-Australische Koproduktion und soll am 4.4.2012 als Science-Fiction-Komödie in die Kinos kommen. Iron Sky Also nicht wirklich hundertprozentig „reine“ deutsche Science-Fiction, aber dank Schauspielern wie Julia Dietze (als Nazi-Agentin Renate Richter) und Götz Otto (als SS-Scherge Klaus Adler) sind wenigstens die Schurken blond & blauäugig besetzt.

Bei einem kolportierten Budget von 7,5 Mio US$ kann man keine Wunder erwarten, aber sicherlich mehr als den üblichen Direct-to-Video-Schund. Man darf außerdem sehr, sehr gespannt sein, wie man hierzulande auf den Versuch reagieren wird, sich auf garantiert unsubtile Weise über Nazis lustig zu machen, die zugleich (siehe Trailer, die einem schon etwas im Hals stecken bleiben) mit einer gewissen Ästhetik ins Bild gesetzt wurden; zumal wenn Udo Kier den Mond-Führer gibt und die Musik gerüchteweise von der umstrittenen Bürgerschreck-Band Laibach kommen wird.

Ganz harter Tobak also … mehr Infos auf www.ironsky.net.