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U·Con – Der Vorbericht

Sicher ist es keinem SF-Fan entgangen, dass vom 16.-18. Juni in Dortmund der diesjährige EuroCon, U·Con und Dort.Con steigt – alles gleichzeitig, sozusagen. Wir werden natürlich für alle, die es nicht schaffen, vor Ort sein und einen schmissigen Bericht mitbringen. Einstweilen gönnen wir uns an dieser Stelle einen ausführlichen Blick in die Zukunft!

International
Der U·Con ist international. Es werden zig Gäste aus ganz Europa erwartet. „All lifeforms are welcome“, steht auf der Homepage, und das schließt sicher auch den Plapperkäfer von Traal ein. Hoffentlich hat jeder sein Handtuch dabei! Eine ganze Reihe Programmpunkte wird auf englisch abgehalten, aber auch für Liebhaber der deutschen Sprache gibt es genug zu sehen.

Die Ehrengäste
Natürlich ist auch das Aufgebot an Stargästen (noch) internationaler als sonst üblich in Dortmund. Wir erwarten Aleksandar Ziljak aus Kroatien, in Deutschland vor allem bekannt durch viele in NOVA erschienene Kurzgeschichten. Pünktlich zum U·Con erscheint außerdem eine Storysammlung mit Übersetzungen im Begedia-Verlag. Wohl niemandem vorstellen muss man Andreas Eschbach, mithin der wohl bekannteste und auflagenstärkste deutsche SF-Autor der letzten Jahre.  Ehrengast in Sachen Grafik ist Autun Purser aus Großbritannien, dessen Werke in einer Ausstellung zu bewundern sein werden. Ebenfalls von der Insel kommt Dave Hutchinson nach Dortmund, einer größeren Leserschaft bekannt geworden durch seinen Roman „Europe in Autumn“.

Alle Ehrengäste kommen bei Lesungs-Panels, Interviews und auch den beliebten „Kaffeeklatsch“-Terminen zu Wort. Natürlich sind sie Stars „zum Anfassen“, die die Nähe zu uns Fans nicht scheuen – da ist immer mal eine Signatur oder ein Selfie drin!

Das Programm
In bis zu fünf Schienen läuft an drei Tagen ein volles Programm für jeden Geschmack. Es gibt Lesungen und Vorträge nicht nur von den Ehrengästen, sondern auch von namhaften deutschen und internationalen Autoren und Experten. Um nur einige Namen zu nennen: Charles Stross, Uwe Post, Jürgen Lautner, Thorsten Küper (alle Freitag), Karsten Kruschel, Ju Honisch, Dirk van den Boom, Kai Meyer (Samstag) sowie Regina Schleheck, Robert Corvus und Karlheinz Steinmüller (Sonntag). Ein solches Stelldichein vom Who is Who der deutschen SF hat es wohl lange nicht gegeben. Passend zum Anlass wird europäischen Besuchern außerdem in zahlreichen Panels die deutsche SF nähergebracht, außerdem eine Reihe Diskussionsrunden zu Themen wie Flüchtlinge oder Ernährung. Angekündigt sind ferner ein LARP-Abenteuer, ein Quiz und Aliens zum Mitkneten! Als besonderen Service bieten wir euch zum Download, (https://goo.gl/wR5yz9, oder QR-Code rechts scannen) ein PDF an, das ihr auf euer Smartphone herunterladen könnt, um das Programm jederzeit am Mann zu haben (Danke an Ralf Bodemann!).

Verleihung des DSFP
Einer der Höhepunkte des Programms steigt am Freitag um 17 Uhr. Im großen Saal wird der Deutsche Science Fiction Preis verliehen, und zwar an Michael K. Iwoleit (beste Kurzgeschichte) und Dirk van den Boom (bester Roman).

Abendprogramm
Freitag und Samstag ab 20:00 Uhr steigt jeweils das Abendprogramm. Samstag erleben wir Singh Boncard mit elektronischer Musik aus dem Perry-Universum. Ich bezweifle, dass es der echte Singh aus den Romanen nach Dortmund schafft, aber der Musiker mit dem gleichnamigen Künstlernamen ist ein mehr als adäquater Ersatz. Was uns am Freitagabend unter dem Titel „A night to remember“ erwartet, darüber verraten die Veranstalter bisher nichts. Wir tippen aber darauf, dass Dirk van den Boom mit einer üppigen Tentakelkonkubine den „Time Warp“ tanzt – das würde man garantiert in Erinnerung behalten. Vielleicht wird’s aber noch cooler.

Bücher und mehr
In der „Markthalle“ des Veranstaltungszentrums bauen wieder zahlreiche bekannte Szeneverlage und Clubs ihre Tische auf. Vertreten sind beispielsweise der Begedia-Verlag und der Atlantis-Verlag, letzterer unter anderem mit brandneuen Büchern von Axel Kruse, Uwe Post, Uwe Hermann und Martin Kay, alles frisch aus der Druckerpresse. Natürlich ist der Science Fiction Club Deutschland (SFCD) vertreten außerdem die European Science Fiction Society (ESFS), und auch Fans des gepflegten Steampunk kommen nicht zu kurz. Außerdem können wir verraten, dass das Team der Serie BIOM ALPHA mit einem Tisch vertreten ist und dort nicht nur Bücher präsentiert. Auch wir von dsf sind vertreten, wenn auch nicht mit einem eigenen Tisch, so doch immer unterwegs mit Kameras und offenen Ohren für eure Wünsche oder Kritik. Sprecht uns an!

Fazit
Tut mir leid, aber was soll ich anderes sagen als: Wer nicht kommt, ist selber schuld.

Details
U·Con, 16.-18.6.2017, täglich ab 10 Uhr, Fritz – Henssler – Haus, Geschwister-Scholl-Straße 33 – 37, Dortmund, Innenstadt (10 Min. vom Hbf), http://www.dortmund-in-2017.com. Nachdem die Online-Registrierung inzwischen geschlossen ist, gibt es Tickets nur noch an der Tageskasse (drei Tage 50€, Freitag und Samstag je 20€, Sonntag 15€, Kinder unter 13 frei, Eintritt zur Bücherbörse ist frei).

Das war der DORT.con 2015

Wie in jedem ungeraden Jahr lud Dortmund zur SF-Convention ins Fritz-Henßler-Haus.

Die Ehrengäste waren Chris Beckett, Karsten Kruschel und Lothar Bauer.

Wie immer überzeugte der Con mit einer souveränen Organisation und bester Stimmung. Aber es gab auch was für’s Auge. Wie schon bei vielen Veranstaltungen von Fantasy-Kollegen liefen einige Besucher in aufwändigen Verkleidungen herum, und bemerkenswerte Ausstellungsgegenstände vermochten zu fesseln.

Lothars Ausstellung

Nicht nur eine Auswahl von Lothar Bauers Kunstwerken war zu bewundern – auch die Steampunker bereicherten die Bücherbörse mit Dampf, Plasmamaschinen und Kaiser-Wilhelm-Schnauzbärten.

Zahlreiche Lesungen, nicht nur der Ehrengäste, boten für jeden der Besucher ein abwechslungsreiches Programm – wie immer war die Zeit zu kurz, um mit allen Fans einen Plausch zu halten. Die anscheinend immer weiter zunehmende Anzahl minderjähriger SF-Fans knetete übrigens mal wieder Aliens – ein oft unterschätztes Programm-Highlight, nicht nur aus Sicht von Con-gestressten Eltern.

Arno Behrend vom OrgaKom betont: „Trotz einiger kurzfristiger Absagen sind keine Veranstaltungen ausgefallen.“ Unter anderem blieb Frank Hebben der Convention fern, weil er nicht damit einverstanden war, dass die Veranstalter Begleitpersonen von Vortragenden keinen freien Eintritt gewähren. Die eigentlich gemeinsam mit dem Verfasser dieser Zeilen geplante Lesung wurde kurzfristig zu einer One-Man-Show umgeplant und widmete sich zum Teil der kommenden Wurdack-Serie „Biom Alpha“.

Die Abendshow entpuppte sich als SF-Variante der TV-Show „Vier sind das Volk“: Die Protagonisten – die drei Ehrengäste und drei Fans – mussten mit schlagenden Argumenten eine bestimmte These unterstützten, um sich kurz darauf mit der gleichen Inbrunst für das genaue Gegenteil einzusetzen. Unvergessen bleibt dem Publikum sicher folgendes energisch vorgebrachte Argument von Professor Dr. Dirk van den Boom pro künstliche Fortpflanzung (und pro sexuelle Fortpflanzung): „Bindegewebe“.

Abendshow

Spannend wird es für den DORT.con im April: Dann bewirbt sich das OrgaKom um die Ausrichtung der EuroCon 2017 – wer hierfür erfolgreich die Daumen drückt, kann in zwei Jahren eventuell eine internationale Variante der beliebten Veranstaltung erleben. Wir von dsf sind jedenfalls dafür!

Das war der Dort.con 2013

Am 9. und 10. März 2013 lud der Dort.con ein. Und alle – na ja, fast – kamen.
Naturgemäß kann jeder Con-Bericht nur ein paar Schlaglichter werfen, zu dicht ist der Terminplan, zu zahlreich die Kollegen, mit denen man Zeit verbringen möchte, um neue Pläne auszuhecken.
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Steampunk – nichts als bloßer Dampf?

Die erste deutsche Steampunk-Antho im Arcanum Verlag.

Es ist das neue Subgenre der SF, das neue Label, das Verlage auf ihre Bücher kleben. Aber was ist wirklich dran am Steampunk? Ist alles blauer Dunst, ähm, Dampf? Dazu werd’ ich jetzt mal ein wenig – sorry – Dampf ablassen. Denn beim Dort.con durfte ich endlich meine erste Steampunk-Lesung erleben.

Es wurden Texte aus „Von Feuer und Dampf“ vorgetragen, eine Geschichtenweber-Anthologie, die hier bestimmt noch einmal ausführlicher besprochen wird. Worum es mir jetzt aber erst mal geht sind folgende wichtige Fragen: Was außer Dampfmaschinen prägt dieses Genre eigentlich? Welches Gefühl soll vermittelt werden? Und: Welche Innovationsfähigkeit schlummert noch in den Aufmerksamkeit heischenden Postpostulierungen der SF-Industrie (nicht böse sein wegen dem doppelten „post“, Uwe)? Bei der Lesung kamen viele Dampfmaschinen vor, fast schon zu viele für meinen Geschmack. Obwohl mir lediglich ein Text nicht gefallen hat, war auch kein echtes Highlight dabei. Bis auf dieses: Einer der  vortragenden Autoren hat am Ende dann doch eine Maschine beschrieben, die mich sehr faszinierte. Welche das war und wie die funktionierte, müsst ihr selbst im oben erwähnten Buch nachlesen.

Fazit: Für mich muss Steampunk mehr bieten als die bloße Erwähnung von „Dampf…“ vor irgendeinem Wortteil. Es kommt auf das richtige Feeling an, das im 19. Jahrhundert vorherrschte. Industrialisierung pur. Schwere Maschinen. Kriegsgerät. Naive Territorialansprüche, die mit schweren Kanonen irgendwie durchgesetzt werden wollen. Ein großes Manko des Steampunk: es wird oft nicht sauber genug recherchiert. Die Lesung war okay, ich kann nicht klagen. Aber wer den S-Punk noch weiter entwickeln möchte, darf sich hierzu herzlich eingeladen fühlen …

Das war der DORT.con

Dirk van den Boom mit dem "falschen" Verleger Ernst Wurdack - sein eigener, Guido Latz, brachte ihm zur Strafe keine Käsebrötchen mit.Wie jedes zweite Jahr versammelte sich die Szene im Fritz-Henßler-Haus in Dortmund.
Ausführliche Con-Berichte werden wir nach Erscheinen hier verlinken.
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DORT.con steht bevor

Freitagabend geht’s los mit dem Vortreffen, am Samstag gibt’s dann die volle Breitseite Programm im Fritz-Henßler-Haus in Dortmund…
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