Kategorie: Aktuelles

Neu: “2084. Genies & rasierte Affen” von Peter García

Aktuell ist im Ultraviolett-Verlag ein Roman von Peter García erschienen, der als Social Fiction und Dystopie eingeordnet werden kann: “2084. Genies & rasierte Affen”.

Deutschland, Brasilien und die USA in einer nicht allzu fernen Zukunft: Roboter aus China, die noch nicht selbstständig denken können, überschwemmen den Markt. Immer mehr Menschen suchen Hilfe, Sex und Liebe bei diesen Maschinen. Klimawandel, Umweltzerstörung und Kampfroboter bedrohen die Menschheit. Drohnen spionieren Politiker aus, schmuggeln, rauben und morden. Wohlhabende ältere Leute lassen ihre Köpfe auf junge Körper verpflanzen. Skrupellose Geschäftemacher erzeugen Chimären aus Mensch und Tier für Liebesdienste. Rassismus und Antisemitismus treiben hässliche neue Blüten, Hitler-Nostalgie ist in und die EU ist out. Die digitale Revolution und die Automatisierung lassen die Arbeitslosenzahlen explodieren. Die Raumfahrt eröffnet neue Perspektiven für die Lösung von Erbstreitigkeiten. Der gläserne Mensch ist Realität. Big Brothers geistige Erben beseitigen unliebsame Präsidentschaftskandidaten, manipulieren Gehirne, veranstalten Sprachrazzien und verfolgen Dissidenten. Außerdem jagen sie Androiden. Diese Wesen denken und fühlen wie Menschen, sind aber humaner als sie. Ein Mann und eine Androidin verlieben sich. Eine hoch entwickelte künstliche Intelligenz will die Menschheit vor sich selbst retten. Da wird ein Supervulkan aktiv.

Weitere Infos beim Verlag

Kurd-Laßwitz-Preis 2020: Die Ergebnisse

Soeben wurden die Ergebnisse des diesjährigen Kurd-Laßwitz-Preises bekanntgegeben.

In der Kategorie “Bester deutschsprachiger SF-Roman” gewann (sicher nicht allzu überraschend) Andreas Eschbach mit “Perry Rhodan – Das größte Abenteuer”.

Als beste SF-Erzählung wurde “Koloss aus dem Orbit” von Jacqueline Montemurri ausgezeichnet. Es ist der erste KLP für diese umtriebige Autorin – und dass endlich mal wieder eine Frau ausgezeichnet wird, ist ein wichtiges Signal für die Szene.

Die Gewinner in den weiteren Kategorien findet man wie immer auf der KLP-Homepage.

dsf gratuliert ganz herzlich und legt allen SF-Fans dringend ans Herz, in die ausgezeichneten und platzierten Werke mal reinzuschauen!

Neu: “Transmission” von Jo Koren

Ab sofort zu haben ist der neue Roman von Jo Koren, die Fortsetzung von “Vektor”.

Hochsommer im Jahre 2070: Dr. Alpha Novak und ihr Assistent Kit schwitzen in den Städtischen Kliniken in Essen. Ein Routinefall nach dem anderen auf der Station für invasive Kybernetik – bis Alpha zu einem Konsil in die Psychiatrie gerufen wird. Ein neu eingelieferter Patient namens Avakian ist mit einem Hirnimplantat ausgestattet, das offenbar nachträglich verändert wurde. Beim ersten Gespräch stellt sie fest, dass Avakian ihre Vergangenheit kennt – unter anderem Details zu einem streng vertraulichen Einsatz auf einer Raumstation. Bevor sie den Dingen auf den Grund gehen kann, verschwindet der Patient aus der Klinik. Kurze Zeit später taucht ein Paket mit entsetzlichem Inhalt vor der Tür des Apartments auf, das sie sich mit Kit und Mitbewohner Dima teilt. Es scheint, dass alle Personen, die am Fall Avakian beteiligt sind, in höchster Gefahr schweben. Können Alpha, Kit und ihre Mitstreiter das Geheimnis um das gehackte Hirnimplantat rechtzeitig lösen, um ihre eigenen Leben zu retten?

Den Roman gibt es überall, wo es Bücher gibt. Weitere Infos beim Verlag!

Deutscher Science Fiction Preis: Die Gewinner

Soeben wurden die Gewinner des Deutschen Science-Fiction-Preises 2020 bekanntgegeben.

In der Kategorie “beste Kurzgeschichte” gewann Tom Turtschi mit “Don’t be evil”, erschienen in NOVA 28. Als bester Roman ausgezeichnet wurde “Der Würfel” von Bijan Moini.

Die weiteren Platzierungen und alle weiteren Infos finden sich auf der DSFP-Homepage.

Wir gratulieren herzlich!

Kurd-Laßwitz-Preis: Die Nominierungen

Nach dem DSFP gibt sich auch der KLP die Ehre: Soeben wurden die Nominierungen für die neueste Ausgabe des Preises bekanntgegeben. Es sind viel zu viele, um alle Kategorien hier aufzuführen, daher verweisen wir schlicht auf die Quelle, sprich, die Webseite:

http://www.kurd-lasswitz-preis.de/2020/KLP_2020_Nominierungen.htm

Deutscher Science Fiction Preis 2020: Die Nominierungen

Gestern wurden die Nominierungen zum diesjährigen DSFP bekanntgegeben.

Nominiert sind:

In der Kategorie »Beste deutschsprachige Kurzgeschichte«:

  • »Partition« von Gabriele Behrend, erschienen in »Gegen Unendlich 15«
  • »Ich bin dein Mensch« von Emma Braslavsky, erschienen in »2029 – Geschichten von morgen«
  • »Vom Krug auf dem Hügel in Tennessee« von Christopher Ecker, erschienen in »Exodus 39«
  • »Requiem« von Karl Wolfgang Flender, erschienen in »2029 – Geschichten von morgen«
  • »Der letzte Bibliothekar« bzw. »Byzantium« von Dimitrios Kasprzyk, erschienen in »Andromeda Nachrichten 267«
  • »Koloss aus dem Orbit« von Jacqueline Montemurri, erschienen in » Exodus 39«
  • »Coleo« von Nadine Muriel, erschienen in »Alien Eroticon: Erotische SF«
  • »Don’t Be Evil« von Tom Turtschi, erschienen in »Nova 28«

Und in der Kategorie »Bester deutschsprachiger Roman«:

  • »GRM« von Sibylle Berg
  • »Metropole 7 – Der letzte Admiral Band 1« von Dirk van den Boom
  • »Resonanz – Die Reise der Scythe Band 3« von Dirk van den Boom
  • »Das Netz der Sterne« von Andreas Brandhorst
  • »K.I. – Wer das Schicksal programmiert« von Christian J. Meier
  • »Der Würfel« von Bijan Moini, Atrium Verlag
  • »Die Starfarer-Verschwörung – Die Sax-Chroniken Band 1« von Richard Schwartz
  • »Shape me« von Melanie Vogltanz

Alle Details dazu gibt es auf der Webseite des DSFP.

Neu: “Influence – Fehler im System” von Christian Linker

Bei dtv bold ist ein Nahzukunfts-Thriller des preisgekrönten Autors Christian Linker erschienen: “Influence – Fehler im System”.

Ausgangssituation des Thrillers ist, dass Infrastruktur und Kommunikation der digitalen Welt zusammenbrechen.

Das Buch ist ab sofort überall zu haben, wo es Bücher gibt (auch als E-Book).

Weitere Infos beim Verlag.

Eine Rezension hier auf dsf ist in Vorbereitung.

Neu: “Qube” von Tom Hillenbrand

In der Fortsetzung von “Hologrammatica” begibt sich DSFP-Sieger Hillenbrand erneut in eine bemerkenswerte Zukunft.

London, 2091.
Investigativjournalist Calvary Doyle wird auf offener Straße niedergeschossen. Zuvor hatte der Reporter zum Thema Künstliche Intelligenz recherchiert. Die auf KI-Gefahrenabwehr spezialisierte UNO-Agentin Fran Bittner beginnt in dem Fall zu ermitteln.
Der Journalist besaß anscheinend neue, beunruhigende Informationen über den berüchtigten Turing-Zwischenfall, bei dem die Menschheit die Kontrolle über eine KI verlor. Die KI befand sich seinerzeit in einem Quantencomputer, einem sogenannten Qube. Gibt es womöglich noch einen solchen Würfel, mit einer weiteren digitalen Superintelligenz darin? Und kann Fran Bittner den zweiten Qube finden, bevor jemand auf die Idee kommt, ihn zu aktivieren?

Das Buch ist für 12 EUR (E-Book 9,99) überall erhältlich.

Mehr Infos beim Verlag

Rezension: “K.I. – Wer das Schicksal programmiert” von Christian J. Meier

Ein ziemlich erfolgreicher Roman des recht neuen Imprints POLARISE kreuzte neulich unseren Weg. Das ist nicht zuletzt deswegen eine genaue Betrachtung wert, weil laut unbestätigter Gerüchte die bisher noch nicht allzu erfolgreiche Reihe “Heise Welten” demnächst vom Hinstorff-Verlag zu POLARISE wechselt. Schauen wir also mal, woran sich die folgenden Heise-Welten-Romane werden messen lassen müssen.

In “K.I. – Wer das Schicksal programmiert”, das in der nahen Zukunft spielt, geht es im Grunde um eine digitale Assistentin namens Rhea, deren überwältigende Fähigkeiten dem Tech-Konzern Gaia dazu verholfen haben, alle Googles und Facebooks dieser Welt auszubooten. Klar, dass das wirklich grandiose technische Fähigkeiten erfordert – so grandios, dass sie heute wohl jeder KI-Experte mit dem Attribut “fiktiv” versehen würde. Aber “fiktiv” bzw. “fiction” ist ja Teil des Namens unseres Lieblingsgenres, also sollte uns das nicht weiter stören.

Zur Handlung: Im Zentrum der Geschichte steht eine deutsche Ärztin, die überraschenden Todesfällen auf ihrer Krebsstation auf der Spur ist. Dazu muss man wissen, dass Diagnose und Medikation vollständig in den Händen von Gaia liegen, die über die notwendigen medizinischen Daten verfügt, um – so die Hoffnung – mittels ihrer Algorithmen stets jedem Patienten den lebensrettenden Medikamentecocktail zu verabreichen. Dass dabei Leute sterben, die eigentlich gute Überlebenschancen gehabt hätten, weist die Ärztin mittels einer KI namens Laplace nach, deren Schöpfer – ein fähiger Programmierer – ungefähr zur gleichen Zeit unter Mordverdacht gerät.

Das sind die Startkoordinaten für einen Thriller, in dem die Protagonisten ins Visier von Gaia geraten und keinen anderen Weg sehen, als ihrerseits zum Angriff überzugehen. Es entwickelt sich eine rasante Geschichte mit allen typischen Zutaten eines IT-Thrillers. Nebenbei können wir noch die Entwicklungen in China verfolgen, wo das Sozialpunktesystem des “Wegs” das gesamte Leben bestimmt.

Erfreulicherweise ist die Erzählgeschwindigkeit von Anfang an hoch, Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf. Sprache und Stil sind in Ordnung. Ein paar Plotholes gibt es, aber die ist heutzutage jeder Konsument von Kinofilmen oder Serien gewohnt. Etwas schwerer dürfte zumindest für anspruchsvolle Leser ins Gewicht fallen, dass keine Figuren mehr Eigenschaften besitzt als für die Handlung unbedingt notwendig.

Auch wenn das Nahzukunfts-Setting es nahelegt: Allzu realistisch sind einige den auftretenden KIs angedichtete Fähigkeiten nicht. Bis man sich beispielsweise mit einer Stimme aus der Cloud so unterhalten kann wie mit einem Menschen, werden noch viel, viel mehr Jahre vergehen. Ganz zu schweigen von kreativen künstlichen Intelligenzen, die eigenständige Ideen entwickeln. Einige Aspekte von Deep Learning und der zugehörigen Datensammelwut von Konzernen aber sollten uns als Leser zu Denken geben: Letztlich überlassen wir die Macht ja immer vertrauensvoll Menschen, die hinter einer Technik stehen, nicht der Technik selbst; und die Menschen sind die, die Technik zum Guten oder Schlechten einsetzen können, was auch immer sie oder wir darunter verstehen.

Mit seinem Debütroman legt Christian J. Meier einen temporeichen KI-Thriller vor, der sich vor angloamerikanischen Vorbildern nicht zu verstecken braucht.

Unterhaltung:

Anspruch:

Originalität:

Neu: NOVA 28

Soeben erschienen ist die 28. Ausgabe des deutschen SF-Magazins NOVA.

Die 224 Seiten starke Ausgabe kostet 16,90 (auch als E-Book erhältlich) und ist überall zu haben, wo es Bücher gibt.

Außerdem gibt es im Moment einen Abverkauf älterer Ausgaben zu vergünstigten Preisen.

Alle weiteren Infos finden sich auf nova-sf.de.