Kategorie: Artikel

Reingelesen: Nautilus 115, „t=Waaas?“

Keine Angst, denn genau das wird in dieser Zeitschrift erklärt. Auf den ersten 32 Seiten werden aber zunächst neue Filme und Serien vorgestellt – unter anderem mit einem lesenswerten Artikel zu Gravity nebst Interview mit Gravity-SFX-Supervisor Timothy Webber, worin er interessante Infos zur Arbeit am Set preisgibt. Auch Lost Place kommt nicht zu kurz. Ein Interview mit Defiance-Hauptdarsteller Grant Bowler ist dort ebenfalls zu finden.

Weiterlesen

MucCon 2013

Erneut traf sich die Szene in München – genauer: in Garching – zum MucCon. Und das mit einem randvollen Programm und namhaften Gästen.
Schon am Freitag wurde ordentlich reingeklotzt. Und unser Praktikant war natürlich vor Ort dabei!
Weiterlesen

Bekanntgabe der DSFP-Preisträger 2013

Die Jury hat entschieden!

Der Deutsche Science-Fiction-Preis 2013 für die beste Kurzgeschichte geht an…
Weiterlesen

Autorenportrait Frank Hebben

 

Frank Hebben ist Werbetexter, Grafiker und Autor von SF-Storys. Seine Texte spielen zumeist in düsteren Endzeitszenarien, in denen Mitmenschlichkeit keine Rolle mehr spielt. Jeder ist sich selbst der Nächste und versucht, den größtmöglichen Profit aus seiner Situation zu ziehen (kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor?). Mit Surrealität, abstrakten Sätzen und eindrucksvollen Bildern hat er sich als Autor in der deutschen SF-Szene einen Namen gemacht. Seine Geschichten wurden schon mehrfach für die wichtigsten deutschen SF-Preise nominiert (DPP, KLP und DSFP). Er veröffentlicht in den bekanntesten deutschsprachigen SF-Magazinen sowie in den wohlbekannten Wurdack-Storyreadern. Bis vor kurzem war er Redaktionsmitglied beim Nova SF-Magazin. Frank Hebben lebt in Bielefeld und hört leidenschaftlich gerne düstere Musik.

 

Bücher

„Prothesengötter“ (Wurdack, 2008)

„Maschinenkinder“ (Shayol, 2012)

„Das Lied der Grammophonbäume“ (Begedia, 2013)

Rezension der „Prothesengötter“ auf Literatopia.de: http://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&view=article&id=7436:prothesengoetter-frank-hebben&catid=64:science-fiction&Itemid=103

Rezension vom „Lied der Grammophonbäume“ sowie von „Fieberglasträume“, eine von Hebben herausgegebene Anthologie (im Standard)

 

E-Books

„Das Lied der Grammophonbäume“ (Amazon KDP, 2011)

 

Homepage

http://www.neonrauschen.de

 

Interview mit Frank Hebben

http://deutsche-science-fiction.de/?p=104

Interview mit Norbert Frischauf (ÖWF)

Norbert Frischauf ist Wissenschaftler und hat z. B. schon beim Marsprogramm Aurora mitgearbeitet. Auch im CERN. Er hat in Österreich eine eigene Fernsehsendung und ist außerdem im Vorstand des Österreichischen Weltraumforums. Grund genug für uns, ihm einige Fragen zu stellen:

Weiterlesen

SF schreiben – aber wie? (4)

Im fünften Teil meiner kleinen Artikelreihe geht es um zwei Arten von Schriftstellern. Zu welchen gehört ihr? Und wie könnt ihr die einzelnen Vor- und Nachteile der jeweiligen Schreibstile für eure SF-Projekte nutzen? Findet es heraus!

Weiterlesen

Filme in 3D tun weh …

Autsch! Letztens war ich in meinem ersten Kinofilm in 3D. Leider hat es mir gar nicht gefallen. Die Farben wirkten durch meine Leihbrille arg matt (überwiegend Brauntöne). Fast fühlte ich mich ins präkoloristische TV-Zeitalter versetzt. Auch die 3D-Effekte ließen zu wünschen übrig – wenn überhaupt, dann stachen sie einem höchstens an unwichtigen Stellen ins Auge.

Weiterlesen

Lesungsbericht: Steve Hogan, „Steampunk-Saga 1“

Steve Hogan ist der Autor einer mittlerweile sechs Teile umfassenden Steampunk-Saga. Unser SL-Korrespondent BukTom Bloch hat seine Lesung im Kafé Kruemelkram besucht …

Weiterlesen

Im Interview: Horus W. Odenthal

Am 1. Mai 2013 erscheint unter dem Titel „Hyperdrive: Mantikor erhebt sich” Horus W. Odenthals Mischung aus Space Opera, Abenteuerroman und Polit-Thriller erstmals komplett in einem E-Book. (Zusammenfassung hier.)

deutsche-science-fiction.de: Worum geht‘s überhaupt?

Horus W. Odenthal

‚Diese ganzen Tolkien-Epigonen, die nur alte Rezepte wiedergekäut haben …‘

Horus W. Odenthal: „Hyperdrive“ erzählt von Schicksalen, die sich im Angesicht eines bevorstehenden Krieges miteinander verknüpfen. Es geht also in erster Linie um Menschen, die Technik steht nicht im Vordergrund; sie umgibt die Protagonisten so selbstverständlich wie uns auch in unserer gegenwärtigen Welt.

Du hast ja auch viel Fantasy gemacht. Fühlst Du Dich eher der SF oder der Fantasy nah?

Angefangen habe ich als SF-Leser. Erst später habe ich die Fantasy entdeckt, auch bedingt durch das Angebot in Deutschland. Dann habe ich mich lange Zeit von der Fantasy verabschiedet, weil mich die Wiederholung des ewig Gleichen gelangweilt hat. Diese ganzen Tolkien-Epigonen, die nur alte Rezepte wiedergekäut haben, fand ich unendlich fade. Wenn ich irgendwo den Begriff „dunkler Herrscher“ oder „drei/fünf/neun Schwerter/Schatullen/Trading Cards müssen gefunden werden um ein uraltes Übel“ oder auch nur das Wort „Knabe“ in einem Klappentext las, hat mich das in die Flucht geschlagen.

Ich habe mich also über lange Zeit der SF näher gefühlt. Die Fantasy musste ich für mich erst wiederentdecken. Indem ich sie für mich neu definiert habe und meine eigenen Geschichten düsterer, realistischer, moralisch ambivalenter gestaltet. Dann habe ich später die neue Welle von Fantasy-Autoren entdeckt, die im Ausland schon parallel einen ähnlichen Weg einschlugen – Leute wie R. Scott Bakker, Joe Abercrombie, Richard Morgan, Glen Cook, George R.R. Martin – und habe mich dieser Bewegung sehr verbunden gefühlt.

Ninragon 1

‚Ninragon‘ (Fantasy)

Und heute?

Mittlerweile schreibe ich Fantasy und SF so, dass es eigentlich keinen Unterschied mehr macht, bzw. dieser Unterschied in der Stimmung und der Terminologie liegt. Jemand hat das Ende meiner Ninragon-Trilogie, in der es zu magischen Schlachten und Reisen kommt, einmal als Cyber-Fantasy bezeichnet. Man kann es Magie nennen, man muss es aber nicht. Es kommen in Ninragon viele SF-Elemente vor, nur werden die nicht so benannt und erklärt. Man kann es Kampfroboter oder Cyborg nennen. Oder man kann dazu Homunkulus oder Ankchoraik sagen und es durch eine magisch-geistige Weltsicht erklären. Das gleiche gilt für Bewusstseinsdownloads oder Klontechniken. Genauso existiert in meinen SF-Geschichten das sogenannte Übernatürliche. Die Fähigkeiten der Nirloten, der Hyperdrive-Piloten in „Hyperdrive“ haben schon etwas Magisches. Ich mag mittlerweile beide Genres gleich gern. Beide haben ihre Vorzüge. Die Unterschiede verwischen sich für mich immer mehr.

William Voltz: Quarantäne (heyne 1973)

Begeisterte Horus: William Voltz‘ ‚Quarantäne‘ (Heyne 1973)

Welche Science-Fiction würdest Du Deinen Töchtern schmackhaft machen?

Meinen Zwillingstöchtern werde ich zu gegebener Zeit „Quarantäne“ von William Voltz in die Finger drücken. Das war auch eines der ersten Bücher, nach den üblichen Verdächtigen unter den Jugendbüchern wie „Raumschiff Monitor“ oder „Mark Brandis“, die mich für Science Fiction begeistert haben. Aber sie sind auch jetzt schon mit 4 1/2 große Darth-Vader-Fans, singen sein Thema und lachen sich scheckig, wenn ich mit asthmatischer Stimme röchle: „Zoe/Grace ich bin dein Papa!“

Schreibt man mit zwei Töchtern mehr oder weniger als vorher?

Anders! Anders! Aber das ändert sich auch, je älter sie werden. In den ersten Jahren, vor dem Kindergarten, habe ich quasi ein Sabbatical genommen. Weil die Zeit nie mehr zurückkommt und die Erlebnisse so schön und wertvoll sind. Und ich ohnehin nichts gescheites hätte schreiben können. Darum hat der Ninragon so lange gedauert. Aber die Mädchen geben mir auch viel Kraft. Und erden mich. Und lenken mich immer wieder zu den Dingen, die wirklich wichtig sind. Vessels of soul, vessels of love, vessels of spirit, that’s what we are. „All you need is love.“ John Lennon.

Hyperdrive

‚Hyperdrive‘ als E-Book-Serie

„Hyperdrive“ erschien ja zuerst als E-Book-Serie. Wie sind Deine Erfahrungen damit?

Das Serien-Format ist generell sehr interessant. Ich finde es spannend, das über das E-Book der klassische Fortsetzungsroman á la Dickens und Dumas seine Renaissance erlebt. „Hyperdrive“ wird wahrscheinlich nicht mein letzter Versuch mit diesem Format sein. In meinem Hinterkopf spukt derzeit die Idee einer Serie im Ninragon-Universum herum. Arbeitstitel ist „Die Rauhe Schar“. Ich freue mich darauf, diese Geschichte zu verwirklichen.

Horus W. Odenthal

‚Ich finde es spannend, das über das E-Book der klassische Fortsetzungsroman seine Renaissance erlebt.‘

Woran arbeitest Du gerade?

Wenn ich nach einer aufregenden Phase des Weichenstellers für meine Zukunft wieder zum Schreiben komme arbeite ich an einem Roman mit dem Titel „Homunkulus“. Er spielt einige Jahre nach dem Ende von „Ninragon“ und beantwortet einige der offenen Fragen, was, über die Geschichte Aurics des Schwarzen hinaus, das Schicksal dieser Welt betrifft. Es ist ein Hybrid aus Fantasy und Hard-Boiled-Cop-Story. Mit der Erstfassung bin ich inzwischen so zur Hälfte durch.

Machst Du Deine Cover selbst? (…fragte er blöd den Grafiker…)

Nein.

Huch! Wie kommts?

Da wäre ich außerhalb meines Teiches. Ich bin Zeichner, kein Maler. Und fotorealistische Sachen, wie ich sie auf dem Cover haben wollte, sind erst recht nicht mein Ding. Aber ich habe die Layout-Entwürfe gemacht und die Motive ausgesucht. Martin Schlierkamp hat für mich das Logo entworfen, hat die Ursprungsbilder durch Himmel und Hölle gejagt, hat sie so mit Texturen versehen und bearbeitet bis die kleinen Wunder herauskamen, die jetzt die Cover zieren. Und er hat das End-Layout gemacht.

Ich bin zwar Zeichner und Grafiker – und gelegentlich auch Perfektionist und Kontrolle-Freak – aber ich kann auch ganz gut Aufgaben abgeben, wenn ich denke, dass andere das besser können oder es besser für meine Gesamt-Produktivität, den Arbeitsprozess und das endgültige Produkt ist.

Hyperdrive: Mantikor erhebt sich

Hyperdrive komplett: ‚Mantikor erhebt sich‘

Zurück zum aktuellen Werk: Wie viele Buchseiten hätte „Hyperdrive: Mantikor erhebt sich“ wohl ungefähr? Und was wird das finale E-Book kosten?

Mein Seitenzähler zeigt mir 560 Normseiten an. Das E-Book wird 4,99 € kosten. Der Roman ist gegenüber der Serial-Fassung überarbeitet, das heißt er hat seine ursprüngliche Kapitelstruktur, nicht mehr die Episodenstruktur.

Du hast Extras angedeutet…

Als Zusatzmaterial gibt es eine Karte des Planere Baijaku, den Anhang „Die Geschichte der Panhumanas“, die den geschichtlichen Hintergrund des Erzähluniversums vermittelt, einen Glossar und eine Covergalerie aller Episoden-Cover.

Worauf hättest Du schreiberisch mal so richtig Bock?

Auf genau das, was ich gerade mache! Und all das, was noch in der Pipeline hängt. Macht euch auf etwas gefasst! „Sphärenbrand“ – Hier kommt Banepunk!

Horus, wir danken für das Gespräch!

Leseproben:

Infos im Web:

 

Kurd Laßwitz Preis – die Nominierungen

Folgende Werke und Personen wurden für den diesjährigen KLP nominiert:

Weiterlesen