{"id":837,"date":"2011-11-04T09:51:38","date_gmt":"2011-11-04T08:51:38","guid":{"rendered":"http:\/\/deutsche-science-fiction.de\/?p=837"},"modified":"2011-11-04T09:51:38","modified_gmt":"2011-11-04T08:51:38","slug":"ijon-tichy-verlorene-socken-im-weltall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deutsche-science-fiction.de\/?p=837","title":{"rendered":"Ijon Tichy: Verlorene Socken im Weltall"},"content":{"rendered":"<p>Ab dem 4. November zeigt ZDF_neo die zweite Staffel von <strong>Ijon Tichy: Raumpilot<\/strong>. Klarer Fall: Das ist SF aus Deutschland &#8211; denn vom polnischen Original von Stanislav Lem ist nicht mehr viel \u00fcbrig.<br \/>\nWer sind die Macher? Wie kommt ein Schwarzes Loch in ein altes Ei? Was bringt eine Nora Tschirner dazu, erneut in die Rolle der &#8222;Analogen Halluzinelle&#8220; zu schl\u00fcpfen? Was hat das alles mit verlorenen Socken zu tun?<br \/>\nGenug Fragen, um einen ausf\u00fchrlichen Artikel auf <em>dsf<\/em> zu rechtfertigen. Hier ist er.<br \/>\n<!--more--> Anno 2007 gewannen Oliver Jahn, Randa Chahoud und Dennis Jakobsen den F\u00f6rderpreis des Deutschen Fernsehpreises. F\u00fcr eine trashige Science Fiction Serie, die selbst Produktionen wie <em>Lexx: The Dark Zone<\/em> wie ein Hochglanzformat aussehen l\u00e4sst. Nach drei Jahren harter Arbeit kommt jetzt die zweite Staffel, und sie ist genauso trashig wie die erste, auch wenn es diesmal sogar sowas wie eine \u00fcbergreifende Handlung gibt.<\/p>\n<div id=\"attachment_839\" style=\"width: 576px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deutsche-science-fiction.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/45397-4-01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-839\" class=\"size-large wp-image-839\" title=\"Ijon Tichy: Raumpilot\" src=\"http:\/\/deutsche-science-fiction.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/45397-4-01-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"576\" height=\"324\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-839\" class=\"wp-caption-text\">Dieses Ei h\u00e4tte Held von Kosmos lieber nicht gek\u00f6pft...<\/p><\/div>\n<p>Die <a href=\"http:\/\/bildwerke.wordpress.com\/about\/\" target=\"_blank\">Kosmischen Kollegen<\/a>, die gemeinsam mit <a href=\"http:\/\/www.sabotage-films.de\/\" target=\"_blank\">Sabotage Films<\/a> auch die neuen Folgen produzierten, wollen keineswegs typische Gebrauchs-SF produzieren, wie sie mehr als gelegentlich aus den USA zu uns her\u00fcber schwappt. Oliver Jahn, Darsteller des Ijon Tichy, sagt (akzentfrei): &#8222;Die Allt\u00e4glichkeit in der Science Fiction ist eigentlich das, was bei Ijon Tichy interessant ist.&#8220; Die Rettung des Kosmos ger\u00e4t zur Nebensache, wenn die Eier fehlen, um neues Omlett zu braten. Oder, wenn Ijon Tichy so dringend zur Toilette muss, dass er gegen Hypnoseversuche einer obskuren Sekte immun ist.<\/p>\n<p>&#8222;Des Menschen gr\u00f6\u00dfter Gegner ist der Mensch selbst&#8220;, sagt Randa Chahoud, die Kamerafrau. Solche Themen stammen von Lem, und sie inspirieren die Serie. Keineswegs geht es den Machern darum, bestimmte Szenen aus den &#8222;Sterntageb\u00fcchern&#8220; nachzuspielen. Es ist der Geist philosophischer Fragen, die Lem aufwirft, die sich nun im trashigen Look der Serie wiederfinden.<\/p>\n<div id=\"attachment_842\" style=\"width: 576px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deutsche-science-fiction.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/45397-5-04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-842\" class=\"size-large wp-image-842\" title=\"Ijon Tichy: Raumpilot\" src=\"http:\/\/deutsche-science-fiction.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/45397-5-04-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"576\" height=\"324\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-842\" class=\"wp-caption-text\">Auf Einkaufstour auf dem M\u00f6belhausplaneten...<\/p><\/div>\n<p>Der Trash-Look ist \u00fcbrigens keineswegs so improvisiert, wie er aussieht. Es steckt harte Arbeit dahinter, man \u00fcberl\u00e4sst nichts dem Zufall. Handarbeit mit Modellen statt digitaler Effekte. Oliver Jahn: &#8222;In unserem Kosmos sieht es eben aus, wie beim Zuschauer unterm Sofa&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Die zweite Staffel &#8222;Ijon Tichy: Raumpilot&#8220; unterscheidet sich von der ersten. So sind die Folgen fast doppelt so lang (24 Minuten), au\u00dferdem gibt es eine ganze Reihe neuer Figuren, die mehr als Nebenrollen spielen: Da ist zum Beispiel das Fellwesen Mel, das sich in Folge 2 an Bord schleicht, und Professor Tarantoga, der sich bem\u00fcht, das Universum vor dem Schwarzen Loch zu retten, das Ijon Tichy versehentlich entfesselt hat.<\/p>\n<div id=\"attachment_843\" style=\"width: 576px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deutsche-science-fiction.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/45397-6-01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-843\" class=\"size-large wp-image-843\" title=\"Ijon Tichy: Raumpilot\" src=\"http:\/\/deutsche-science-fiction.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/45397-6-01-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"576\" height=\"324\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-843\" class=\"wp-caption-text\">Mel liest aus der Kosmischen Enzyklop\u00e4die (was wohl das T bedeutet?)<\/p><\/div>\n<p>Dennis Jacobsen, Autor und Regisseur, sagt: &#8222;Eine Riesenherausforderung beim Dreh der neuen Staffel war f\u00fcr uns, dass viel mehr Charaktere dazukamen.&#8220;\u00a0Gleich in mehrere Rollen &#8211; meist von Aliens &#8211; schl\u00fcpft Peter Princz. Viele Verkleidungen sind deutlich aufw\u00e4ndiger als die des Dr. Spamy, die ihm nach eigener Aussage am meisten Spa\u00df gemacht hat. &#8222;Die zum Teil sehr aufw\u00e4ndig gestalteten k\u00fcnstlichen K\u00f6rper brachten michab und zu an den Rand meiner physischen Leistungsf\u00e4higkeit&#8220;, sagt der Schauspieler.<\/p>\n<div id=\"attachment_844\" style=\"width: 576px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deutsche-science-fiction.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/45397-6-03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-844\" class=\"size-large wp-image-844\" title=\"Ijon Tichy: Raumpilot\" src=\"http:\/\/deutsche-science-fiction.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/45397-6-03-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"576\" height=\"324\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-844\" class=\"wp-caption-text\">Gruppenbild mit Analoger Halluzinelle (rechts) und Dr. Spamy (links)<\/p><\/div>\n<p>Die acht neuen Folgen von &#8222;Ijon Tichy: Raumpilot&#8220; laufen ab 4.11. freitags 21:00 Uhr in Double Features auf ZDFneo (siehe unser Kalender) und ab 28.11. im Nachtprogramm im ZDF, au\u00dferdem ist alles in der ZDF Mediathek verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Wir berichten demn\u00e4chst weiter \u00fcber dieses epochale Fernsehereignis.<\/p>\n<p><em>(Alle Bilder (c) ZDF\/Randa Chahoud)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab dem 4. November zeigt ZDF_neo die zweite Staffel von Ijon Tichy: Raumpilot. Klarer Fall: Das ist SF aus Deutschland &#8211; denn vom polnischen Original von Stanislav Lem ist nicht mehr viel \u00fcbrig. Wer sind die Macher? Wie kommt ein Schwarzes Loch in ein altes Ei? 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