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E-Books, die’s drauf haben: „Quantum Suicide“ von David Schwertgen

Neulich in der Galaktischen UnionNeulich erschien ein neues E-Book im Du-Lac-Verlag, der bereits mit einem anderen Werk positiv auffiel. Flugs gelesen, erwies sich auch „Quantum Suicide“ von David Schwertgen als Treffer.

Der Autor, dessen Wurzeln unverkennbar im Medien-Milieu liegen, präsentiert ein mehr als ordentlich geschriebenes Erstlingswerk über einen Patienten, der sich in eine neuartige Art der psychologischen Betreuung begibt: Nämlich in eine Simulation. Eine Simulation jedoch, die mit neuen Parametern immer wieder neu gestartet werden kann – bis sie ein ums andere Mal crasht. Dabei geben sich die behandelnden Ärzte auffällig der Egozentrik hin, mit nicht immer erfreulichen Ergebnissen für den Patienten. Das ist amüsant und böse zugleich.

Hervorzuheben ist die temporeiche, farbige Sprache des kurzen, aber knackigen Romans. Am Ende bleibt der Leser ein bisschen ratlos zurück, wenn er eine aufschlussreiche Wendung erwartet hat. Stattdessen erklärt der Autor in einem Glossar und einem Nachwort einige Hintergründe zu den durchaus interessanten, teils realen psychologischen und neurologischen Theorien z.B. über den freien Willen.

Das Buch ist in der elektrischen Version für 4,99 bereits erhältlich, das Softcover soll auf dem BuCon Mitte Oktober erstmals verfügbar sein. Wir geben eine Leseempfehlung und sind gespannt, welche Perlen der modernen deutschen SF der rührige Verleger noch so ans Tageslicht fördern wird.

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