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Erschienen: Anja Kümel, „V oder die vierte Wand“

Stellt euch vor, ihr macht eine Kreuzfahrt. Schön übers Mittelmeer schippern! Bei eurer Ankunft stellt ihr jedoch fest, dass Jahrzehnte vergangen sind und die Welt sich drastisch geändert hat … Genau das passiert einem der Protagonisten in Anja Kümmels Roman „V oder die vierte Wand“.

Nur fährt der mexikanische Reisende in „V“ nicht übers Mittelmeer, sondern über den Atlantik. Auch sind seine Reisemotive nicht Vergnügen und Sehenswürdigkeiten, sondern das Aufspüren einer verlorenen Liebe …

Island in nicht allzu ferner Zukunft. Fenna kehrt der von Wirtschaftskrisen und Arbeitslosigkeit gebeutelten Insel den Rücken und nimmt einen Job als Auftragskillerin in London an. Statt in einer High-Tech-Metropole findet sie sich jedoch in einem leicht verschobenen London des Jahres 1980 wieder. Im legendären Club „V“ gerät sie in den Sog der schillernden New-Romantics-Bewegung und verliebt sich in den unnahbaren E., der ihrem Opfer verdammt ähnlich sieht.

In einem ehemaligen Sanatorium am Rande Londons treffen die beiden aus der Zeit Gefallenen schließlich aufeinander.

Verschiedene Zeitebenen und Erzählstränge weben ein verzahntes Ideenkonstrukt, in dem der Leser ständig auf Unerwartetes trifft.

Das Buch gibt es hier.

Ein Interview mit Anja Kümmel folgt in Bälde.