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Kurd-Laßwitz-Preis 2018: Die Nominierungen

Soeben wurden die Nominierungslisten zum diesjährigen Kurd-Laßwitz-Preis bekannt. Der Kurd Laßwitz Preis ist ein alljährlich in bis zu acht Kategorien vergebener Literaturpreis zur deutschsprachigen Science Fiction. Seit 38 Jahren stimmen die professionell in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätigen Autoren, Übersetzer, Lektoren, Verleger, Graphiker und Fachjournalisten über die besten Neuerscheinungen des Vorjahres ab. Der Preis ist nicht dotiert.

Hier die Nominierungen für die besonders spannende Kategorie “Bester Roman”:

Dirk van den Boom, Die Welten der Skiir Cross Cult

Andreas Brandhorst, Das Erwachen Piper

Uwe Hermann, Versuchsreihe 13 – Die Epidemie Atlantis

Claudia Kern, Divided States of America Cross Cult

Marc-Uwe Kling, QualityLand Ullstein

Jens Lubbadeh, Neanderthal Heyne

Michael Marrak, Der Kanon mechanischer Seelen Amrûn

Kai Meyer, Die Krone der Sterne Fischer Tor

Matthias Oden, Junktown Heyne

Uwe Post, Walpar Tonnraffir und die Ursuppe mit extra Chili Atlantis

Doron Rabinovici, Die Außerirdischen Suhrkamp

Und die Nominierungen in der Kategorie “Beste Erzählung”:

Uwe Hermann, Das Internet der Dinge in: Carsten Könneker (Hrsg.): Spektrum der Wissenschaft 6/2017, Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft

Uwe Hermann, Der Raum zwischen den Worten in: René Moreau / Olaf Kemmler / Fabian Tomaschek (Hrsg.): Exodus 36, Exodus Verlag

Oliver Koch, Ans Tageslicht in: Peggy Weber-Gehrke (Hrsg.): Meuterei auf Titan, Modern Phantastik

Nikolaj Kohler, Protoplasma mit Hut in: Ellen Norten (Hrsg.): Das Alien tanzt Kasatschok, p.machinery

Frank Lauenroth, Omega 4 in: Peggy Weber-Gehrke (Hrsg.): Meuterei auf Titan, Modern Phantastik

Jacqueline Montemurri, Störfall in: Peggy Weber-Gehrke (Hrsg.): Meuterei auf Titan, Modern Phantastik

Monika Niehaus, Ein halbes Dutzend Eier in: Ellen Norten (Hrsg.): Das Alien tanzt Kasatschok, p.machinery

Melanie Vogltanz, PET in: Nadine Muriel / Stefan Cernohuby (Hrsg.): Das Dimensionstor, Amrûn

Ernst Wegbreiter [= Angela & Karlheinz Steinmüller + Erik Simon], Die größte Reise in: Angela Steinmüller / Karlheinz Steinmüller / Erik Simon, Leichter als Vakuum, Memoranda

Alle weiteren Nominierungen und Infos gibt’s auf der offiziellen Seite des Preises.

Die Wahl endet Ende Mai, Anfang Juni werden die Ergebnisse bekanntgegeben. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des 14. ElsterCons, eines literarischen Symposiums zur Science Fiction, das dieses Jahr vom 21. bis 23. September 2018 im Haus des Buches in Leipzig unter dem Motto »Ferne Welten« stattfindet

Deutsche SF gewinnt Phantastik-Preis Seraph

Mit “Der Kanon der mechanischen Seelen” von Michael Marrak und “Die Optimierer” von Theresa Hannig holten gleich zwei SF-Romane von deutschen Autorinnen und Autoren einen SERAPH.

Wir gratulieren!

Marraks Roman gewann in der Kategorie “Bester Roman”, Theresa Hannig in der Kategorie “Bestes Debüt”. Neu in diesem Jahr war der Preis für Selfpublisher „Bester Independent-Titel“, den Janna Ruth mit „Im Bann der zertanzten Schuhe“ gewann.

Verliehen wurde der Preis am vergangenen Wochenende auf der Leipziger Buchmesse.

Alle Infos auf der Homepage des Seraph

 

Neu: “Serverland” von Josefine Rieks

Im Hanser-Verlag ist mit “Serverland” ein Roman von Josefine Rieks erschienen.

Das Internet ist seit Jahrzehnten abgeschaltet, die Statussymbole von früher sind nur noch Elektroschrott. Reiner, Mitte zwanzig, sammelt Laptops aus dieser lange vergangenen Zeit und wird zum Begründer einer Jugendbewegung, die verklärt, was es früher wohl einmal gab – die Freiheit einer Gesellschaft, die alles miteinander teilt. Mit Hilfe einer Autobatterie gelingt es, eine Verbindung zu lange stillgelegten Servern herzustellen. Die Jugendlichen sehen, was seit Jahrzehnten keiner mehr gesehen hat: das Internet. Mit einem sezierenden Blick auf unsere Gegenwart hat Josefine Rieks einen rasanten wie klugen Roman geschrieben. Ein Debüt, das man mit weit aufgerissenen Augen liest.

Das Werk ist überall zu haben, wo es Bücher gibt.

Weitere Infos beim Verlag

 

Neu: “Hologrammatica” von Tom Hillenbrand

Im Kiwi-Verlag ist ein thematisch sehr aktueller Roman von Tom Hillenbrand (“Drohnenland”) erschienen: “Hologrammatica”.

Bestsellerautor Tom Hillenbrand entwirft in seinem neuen Thriller ein spektakuläres Bild unserer Gesellschaft am Ende des 21. Jahrhunderts.
Wenn künstliche Intelligenz die Probleme der Welt lösen kann – sind wir dazu bereit, die Kontrolle abzugeben?

Ende des 21. Jahrhunderts arbeitet der Londoner Galahad Singh als Quästor. Sein Job ist es, verschwundene Personen wiederzufinden. Davon gibt es viele, denn der Klimawandel hat eine Völkerwanderung ausgelöst, neuartige Techniken wie Holonet und Mind Uploading ermöglichen es, die eigene Identität zu wechseln wie ein paar Schuhe. Singh wird beauftragt, die Computerexpertin Juliette Perotte aufzuspüren, die Verschlüsselungen für sogenannte Cogits entwickelte – digitale Gehirne, mithilfe derer man sich in andere Körper hochladen kann. Bald stellt sich heraus, dass Perotte Kontakt zu einem brillanten Programmierer hatte. Gemeinsam waren sie einem großen Geheimnis auf der Spur. Der Programmierer scheint Perotte gekidnappt zu haben. Je tiefer Singh in die Geschichte eintaucht, umso mehr zweifelt er daran, dass sein Gegenspieler ein Mensch ist …

Mehr dazu beim Verlag

Neu: “Der Kanon mechanischer Seelen” von Michael Marrak

06Der Kanon mechanischer SeelenSoeben ist im Amrûn-Verlag der neue Roman von Michael Marrak erschienen: “Der Kanon mechanischer Seelen”

In einer fernen Zukunft wird die Erde nur noch von wenigen Menschen bevölkert. Sie führen in ihren jugendlichen Körpern ein Leben, das viele Jahrhunderte währt, und manche von ihnen besitzen eine Gabe: Einzig durch ihren Wunsch und eine flüchtige Berührung sind sie fähig, Materie zu beseelen. In dieser wundersamen, von einer bizarren Mechafauna dominierten Welt lebt Ninive, die auf der Suche nach uralten Relikten das Hochland durchstreift, um längst vergessenen Dingen Leben einzuhauchen und sich ihre Geschichten anzuhören. Das alles beherrschende Bauwerk ist eine vier Kilometer hohe Mauer, von der niemand weiß, wozu sie einst errichtet wurde und wovor sie die Menschen und Maschinen seit Jahrtausenden schützt – bis ein Gesandter aus der letzten Stadt im Hochland auftaucht, der den Auftrag hat, die Bannmauer zu bezwingen. Und er ist der nicht der einzige, der die verlorene Passage in die Welt dahinter sucht …

DER KANON MECHANISCHER SEELEN ist eine Hommage an Stanislaw Lems „Kyberiade“ und seine Robotermärchen, an Miyazaki-Trickfilme wie „Chihiros Reise ins Zauberland“ und „Das wandelnde Schloss“, an Michael Moorcocks „Am Ende der Zeit“, garniert mit einem Schuss „Alice hinter den Spiegeln“.

Das Werk basiert auf den in den letzten Jahren im NOVA-Magazin erschienenen Novellen, die umgearbeitet und zu einem Roman erweitert wurden.

Infos und direkte Bestellmöglichkeit beim Verlag

In eigener Sache: Webseite mutiert

Es ist euch nicht entgangen: Wir haben unsere Seite neu gestaltet. Dafür gibt es hauptsächlich technische Gründe, denn das alte Theme wurde von der modernen Softwareversion nicht mehr unterstützt. Wir hoffen, ihr findet noch alles 😉

Neu: “Walpar Tonnraffir und die Ursuppe mit extra Chili” von Uwe Post

Soeben ist im Atlantis-Verlag der neue satirische Roman von Uwe Post erschienen: “Walpar Tonnraffir und die Ursuppe mit extra Chili”. Es handelt sich dabei um den (unabhängig lesbaren) Nachfolger des 2011 mit dem DSFP und KLP ausgezeichneten Romans “Walpar Tonnraffir und der Zeigefinger Gottes”.

Walpar Tonnraffir hilft einem Außerirdischen namens Hatsu Chili gegen die ominösen Veranstalter, die von dem Jungen verlangen, dass er sich als pulverisiertes Genmaterial der Ursuppe eines jungfräulichen Planeten hinzufügt. Dabei stößt Walpar in ein kreischbuntes, von schrägen Vögeln bevölkertes Universum vor, das noch nie zuvor ein Mensch betreten hat. Oder vielleicht doch?

Der Roman ist digital und auf Papier überall zu haben, wo es Bücher gibt.

Mehr Infos beim Verlag

Neu: “Kirkasant” von Axel Kruse

Im Atlantis-Verlag legt der frühere DSFP-Preisträger Axel Kruse seinen neuen Roman unter dem Titel “Kirkasant” vor.

Kirkasant, ein Planet am Rande des Nichts.
Sowohl das terranische Reich als auch das Königreich Derolia erheben Anspruch auf diese Welt: die Terraner, um sie als Aufmarschgebiet gegen abtrünnige Kolonien zu benutzen, die Derolianer, um eine Pufferzone zu ihrem eigenen Gebiet einzurichten.
Die Bewohner Kirkasants sind dazu aufgerufen, sich in einem Referendum für die eine oder andere Seite zu entscheiden – eine Wahl zwischen Pest und Cholera.

Den Roman gibt’s digital und auf Papier überall, wo es Bücher gibt.

Mehr Infos beim Verlag

Neu: “Versuchsreihe 13” von Uwe Hermann

Der erste Roman von dem für seine Kurzgeschichten bekannten Uwe Hermann ist jetzt im Atlantis-Verlag erschienen.

Hamburg unter Quarantäne.
Mit Nanorobotern infizierte Menschen laufen Amok und töten jeden, der sich ihnen in den Weg stellt. Die Ausbreitung der Seuche scheint unaufhaltsam, selbst der Tod kann sie nicht stoppen. Florian Richter, ehemaliger Polizist und Leiter eines Reanimierungsteams, starb und wurde wiederbelebt. Seitdem trägt er den Ursprungsstamm der Nanobots in sich – die Versuchsreihe 13.
Er erwacht in einer Isolationskammer in einem Geheimlabor und macht sich auf die Suche nach seiner Partnerin, gejagt von Infizierten und Männern, die es auf die Nanoroboter in seinem Blut abgesehen haben.

Auf Papier und digital überall zu haben, wo es Bücher gibt!

Mehr Infos beim Verlag

Das war der U-Con

Schade, schon vorbei!

Drei Tage lang war Dortmund der Nabel der europäischen SF-Welt. Klingt übertrieben? Mag sein. Aber wer da war, hat es sicher nicht bereut. Statt länglichem Textbla präsentieren wir euch hier einfach eine U-Con-Bilderstrecke mit launigen Kommentaren. Wohl bekomm’s!

Weithin sichtbar für all die Millionen Autos, die täglich vorbeifahren: Das mit Hilfe von Alien-Levitation aufgehängte Con-Plakat.

 

Am Freitag hielt sich der Andrang in der Börse noch in Grenzen, aber am Samstag brummte das Geschäft. Viele befragte Händler und Verleger waren jedenfalls durchaus zufrieden, zumindest konnten sie sich wohl für 3,90 ein Stück Pizza an der extra aufgestellten Verpflegungs-Raumstation vor der Haustür leisten. (Foto: Norbert Fiks)

 

Ein Mini-Steampunk-Museum, präsentiert von Jürgen Lautner (versteckt im Schatten), der gerne über die Entstehung seiner aufwändigen Miniaturen berichtet, obwohl mit Sicherheit in Wirklichkeit Geheimwissenschaften dahinterstecken, nicht bloß höhere Handwerkskunst.

 

Mehr Steampunk! Warum auch nicht, ist immer cool anzuschauen. Das Amt für AEther-Angelegenheiten stellte Pässe aus, die später auch an Szene-Größen wie Angela und Karlheinz Steinmüller oder Erik Simon ausgehändigt wurden. Danach reisten sie mit unbekanntem Ziel ab.

 

Einer der gut besuchten Präsentationstische in der Börse: Das EXODUS-Magazin (im Bild: Mit-Macher Olaf Kemmler).

 

Abgesehen von Büchern hatte das Team der Serie BIOM ALPHA 3D-gedruckte Raumschiffmodelle dabei (von links: Raumstation, Uwe Post, Uwe Hermann, Frederic Brake), aber leider keine Jeserbeserekkeksar. (Foto: Norbert Fiks)

 

Noch ein Stargast! Autun Pursers Ausstellung, u.a. mit fiktiven Tourismus-Plakaten, war schon allein den Eintritt wert, außerdem stammt von ihm der riesige Alien-Aufsteller mit den Gesichtsausschnitten drin, der weiter unten zu sehen sein wird. (Foto: Norbert Fiks)

 

Der Begriff “Lesung” klingt immer so nach Einschlaftherapie. Unsinn! Das kapiert man spätestens, wenn man eine der vielen Lesungen des U-Con besuchte, hier beispielhaft Thorsten Küper, verstärkt durch Anja Bagus. (Foto: Norbert Fiks)

 

Der Stargast beim Interview: Andreas Eschbach (links) im Gespräch mit Chairman und Moderator Arno Behrend. Eschbach war ein Star “zum Anfassen” und stand den Fans auch außerhalb der Veranstaltungen jederzeit zu Gesprächen zur Verfügung. Bloß über seinen nächsten Roman verriet er nichts, und die Perry-Expokraten-Sitzung mit Wim Vandemaan fand an einem geheimen Ort statt (nicht auf dem Spielplatz, wir haben nachgesehen).

 

Gut besuchter Höhepunkt am Freitag war die Zeremonie zur Vergabe des Deutschen Science Fiction Preises. Hier nimmt Dirk van den Boom (links) seine Auszeichnung für den besten Roman “Die Welten der Skiir” entgegen. Der Preisträger in der Kategorie “Erzählungen”, Michael K. Iwoleit, hatte kurzfristig abgesagt. (Foto: Norbert Fiks)

 

Im wahrsten Sinne des Wortes eine “Night to remember”: Die von Gabriele Behrend bezaubernd (und zweisprachig!) moderierte Freitagabendshow bot viel für’s Auge und Ohr, wenngleich teils ohne direkten SF-Bezug. Ob Hanno Schreibers lyrischer Vortrag (hier im Bild) aussprachemäßig korrekt war, müssen andere beurteilen, wir verstehen leider weder vogonisch noch klingonisch. Lustig war’s allemal, oh zerfrettelter Grunzwanzling! (Foto: Norbert Fiks)

 

Vor Ort für euch (wenn auch nicht ausschließlich in Sachen dsf), von links: Uwe Post (Chefredakteur), Sylvana Freyberg und Axel Kruse (freie Mitarbeiter)

 

Vielen Dank an Norbert Fiks für die zur Verfügung gestellten Fotos!