Kategorienarchiv: Aktuelles

Neu: Ren Dhark “Weg ins Weltall” Band 75

REN DHARK “Weg ins Weltall” Band 75 ist unter dem Titel “Kharamaks Geschäfte” erschienen:

Kaum ist die POINT OF in die Milchstraße zurückgekehrt, fängt sie einen Notruf auf. Ren Dhark und seine Getreuen gehen dem nach und fliegen dabei in das Gebiet der Nögk ein. Mit diesem kriegerischen Volk besteht zwar seit einiger Zeit ein Friedensvertrag, dennoch ist Vorsicht angebracht. Und tatsächlich kommt es zu einem Konflikt, der sich vor allem um eines dreht: Kharamaks Geschäfte …

Autoren: Jan Gardemann, Achim Mehnert und Nina Morawietz; nach dem Exposé von Ben B. Black.

Weitere Infos beim Verlag

Hörspiel-Adaptionen von H. G. Wells

Bei Folgenreich sind zwei neue Hörspiele erschienen. Zum einen die zweiteilige Adaption von H. G. Wells’ “Zeitmaschine” sowie eine weitere Adaption von seinem “Imperium der Ameisen“. Insgesamt sollen so sechs Hörspiele als Hommage an den berühmten englischen Schriftsteller erscheinen. Verantwortlich hierfür zeichnet Oliver Döring, bekannt von Hörspielproduktionen wie John Sinclair, Star Wars oder End of Time. In besagter Reihe wird später natürlich auch der Klassiker “Krieg der Welten” erscheinen.

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Neu: David Seinsche, “Sternenfinsternis”

Im Atlantis-Verlag ist ein neuer SF-Titel erschienen, versehen mit schönen Illus von Mark Freier.

Aus dem Inhalt:

Die Menschheit hat den Sprung zu den Sternen geschafft. Trotz vieler Widrigkeiten hat sie ihren Platz in der Galaxis behauptet und neue Völker entdeckt. Doch jeder Frieden ist brüchig, und als eine fremde Rasse in den bekannten Weltraum eindringt, sieht sich die Menschheit einem Feind gegenüber, der nur ein Ziel kennt: Die vollkommene Auslöschung allen Lebens! Mittendrin steht die Crew der TAS “Bengalore” in ihrem verzweifelten Versuch, den Untergang abzuwenden. Doch welchen Preis sind die tapferen Männer und Frauen bereit, zu bezahlen? (Quelle: Amazon.de)

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Hier findet ihr einige interessante Wallpaper des bekannten SF-Illustrators und -Autors für euren PC, fürs Tablet, Smartphone etc.

SF eBook Event

Thorsten Küper und die Autorengruppe Brennende Buchstaben veranstalten in SecondLife immer wieder interessante Events mit hohem SF-Anteil. Wer interessante Newcomer und gestandene AutorInnen erleben möchte, loggt sich mit seinem (Gast-)Account einfach an. Hier gibt’s das passende Programm und weitere Infos wie z. B. SL-URLs. Termin: 21. April bis 20. Mai (siehe Kalender).

Biografie: HR Giger

Im Verlag Tredition ist eine interessante Biografie erschienen: nämlich die des Schweizer Künstlers Hans Rudolf Giger, dessen künstlerischen Modelle Filmgeschichte schrieben, z. B. in der “Alien”-Reihe.

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Und wieder mal ein interessanter Artikel in der SZ (Testzugang wählen). Exosoziologe Michael Schetsche über Aliens.

Kurd-Laßwitz-Preis 2018: Die Nominierungen

Soeben wurden die Nominierungslisten zum diesjährigen Kurd-Laßwitz-Preis bekannt. Der Kurd Laßwitz Preis ist ein alljährlich in bis zu acht Kategorien vergebener Literaturpreis zur deutschsprachigen Science Fiction. Seit 38 Jahren stimmen die professionell in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätigen Autoren, Übersetzer, Lektoren, Verleger, Graphiker und Fachjournalisten über die besten Neuerscheinungen des Vorjahres ab. Der Preis ist nicht dotiert.

Hier die Nominierungen für die besonders spannende Kategorie “Bester Roman”:

Dirk van den Boom, Die Welten der Skiir Cross Cult

Andreas Brandhorst, Das Erwachen Piper

Uwe Hermann, Versuchsreihe 13 – Die Epidemie Atlantis

Claudia Kern, Divided States of America Cross Cult

Marc-Uwe Kling, QualityLand Ullstein

Jens Lubbadeh, Neanderthal Heyne

Michael Marrak, Der Kanon mechanischer Seelen Amrûn

Kai Meyer, Die Krone der Sterne Fischer Tor

Matthias Oden, Junktown Heyne

Uwe Post, Walpar Tonnraffir und die Ursuppe mit extra Chili Atlantis

Doron Rabinovici, Die Außerirdischen Suhrkamp

Und die Nominierungen in der Kategorie “Beste Erzählung”:

Uwe Hermann, Das Internet der Dinge in: Carsten Könneker (Hrsg.): Spektrum der Wissenschaft 6/2017, Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft

Uwe Hermann, Der Raum zwischen den Worten in: René Moreau / Olaf Kemmler / Fabian Tomaschek (Hrsg.): Exodus 36, Exodus Verlag

Oliver Koch, Ans Tageslicht in: Peggy Weber-Gehrke (Hrsg.): Meuterei auf Titan, Modern Phantastik

Nikolaj Kohler, Protoplasma mit Hut in: Ellen Norten (Hrsg.): Das Alien tanzt Kasatschok, p.machinery

Frank Lauenroth, Omega 4 in: Peggy Weber-Gehrke (Hrsg.): Meuterei auf Titan, Modern Phantastik

Jacqueline Montemurri, Störfall in: Peggy Weber-Gehrke (Hrsg.): Meuterei auf Titan, Modern Phantastik

Monika Niehaus, Ein halbes Dutzend Eier in: Ellen Norten (Hrsg.): Das Alien tanzt Kasatschok, p.machinery

Melanie Vogltanz, PET in: Nadine Muriel / Stefan Cernohuby (Hrsg.): Das Dimensionstor, Amrûn

Ernst Wegbreiter [= Angela & Karlheinz Steinmüller + Erik Simon], Die größte Reise in: Angela Steinmüller / Karlheinz Steinmüller / Erik Simon, Leichter als Vakuum, Memoranda

Alle weiteren Nominierungen und Infos gibt’s auf der offiziellen Seite des Preises.

Die Wahl endet Ende Mai, Anfang Juni werden die Ergebnisse bekanntgegeben. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des 14. ElsterCons, eines literarischen Symposiums zur Science Fiction, das dieses Jahr vom 21. bis 23. September 2018 im Haus des Buches in Leipzig unter dem Motto »Ferne Welten« stattfindet

Deutsche SF gewinnt Phantastik-Preis Seraph

Mit “Der Kanon der mechanischen Seelen” von Michael Marrak und “Die Optimierer” von Theresa Hannig holten gleich zwei SF-Romane von deutschen Autorinnen und Autoren einen SERAPH.

Wir gratulieren!

Marraks Roman gewann in der Kategorie “Bester Roman”, Theresa Hannig in der Kategorie “Bestes Debüt”. Neu in diesem Jahr war der Preis für Selfpublisher „Bester Independent-Titel“, den Janna Ruth mit „Im Bann der zertanzten Schuhe“ gewann.

Verliehen wurde der Preis am vergangenen Wochenende auf der Leipziger Buchmesse.

Alle Infos auf der Homepage des Seraph

 

Retro-SF in frischem Gewand

Was 60 Jahre alte elektrische Träume uns lehren können

Betrachtet man die zeitgenössische Science Fiction, kann einem angst und bange werden. Nicht, weil diverse Dystopien das Ende der Welt, zumindest aber das des freien Willens oder des physischen Sexualverkehrs vorhersagen. Vielmehr verbirgt sich hinter einer bunten Fassade aus aufwändigen Special Effects häufig – rein gar nichts. Jedenfalls nicht der Grund, wegen dem die SF eine Sonderstellung in Literatur und Medien einnimmt: Das Genre eignet sich mehr als andere, um dem Jetzt den Zerrspiegel vor die Nase zu halten, um soziale Probleme zu extrapolieren oder philosophische Fragen zur Verortung des Menschen im Universum zu stellen.

Kein Wunder, dass Fans heute immer noch uralte Schmöker oder Filme abfeiern, wenn man sie nach den Highlights des Genres fragt: Retro geht immer.

Aber war früher wirklich alles besser? Wohl kaum. Besteigen wir doch eine Zeitmaschine, wahlweise in Form einer blauen Telefonzelle, und reisen Genre-standesgemäß in die Vergangenheit.

Sie haben kein solches Gerät zur Verfügung? Dabei sollte es doch einem Lieferdienst der Zukunft ohne weiteres möglich sein, Ihnen eines zuzustellen, oder? Na, lassen wir das. Den umgekehrten Weg zu nutzen, ist viel leichter, weil jemand freundlicherweise kürzlich einen Haufen Retro-SF in unsere Gegenwart katapultiert hat. Die Rede ist natürlich von »Electric Dreams«, der Anthologie-Serie von Channel 4 und Sony Pictures Television, die unter anderem bei Amazon Prime zu sehen ist. Die Macher haben sich 10 Kurzgeschichten von Genre-Legende Philip K. Dick vorgenommen, die alle Mitte der 50er Jahre entstanden sind, und sie modernisiert. Mister Dick, hinlänglich bekannt als geistiger Vater von Bladerunner oder The Man In The High Castle, hat also keineswegs SUVs, Smartphones oder Twitter vorhergesagt, die in den Episoden durchaus vorkommen. Das ist letztlich eine modernisierte Fassade, hinter der sich allerdings immer humanistische Fragen verbergen und nicht nur die nächste Tüte Popcorn:

Wie erkennen wir eigentlich die »echte« Wirklichkeit, wenn es zwei gibt, die sich beide verdammt real anfühlen? Können, dürfen oder sollten Roboter lügen, um Menschen vor unangenehmen Wahrheiten zu schützen? Und was ist so schlimm daran, Menschen durch Maschinen zu ersetzen, wenn die sich viel menschlicher verhalten als die Menschen selbst?

An solchen Fragen – auf die es freilich ganz unterschiedliche Antworten geben kann – kann sich eine gute Geschichte messen lassen, und in dieser Hinsicht schneiden die 60 Jahre alten Storys von PKD deutlich besser ab als das meiste, was uns heutzutage unter dem Label SF aufgetischt wird.

Das sieht in Buchform nicht viel anders aus: Dicke Wälzer mit Raumschiffen vor einem Sternenhimmel sind nicht selten so leer wie das abgebildete Vakuum, wenn man nach Substanz, Humanismus oder gar Sozialkritik sucht.

Nicht zuletzt deshalb verorten manche Zeitgenossen die SF längst auf dem Müllhaufen der Geschichte – Gebrauchs- oder Wegwerfliteratur. Und: Nein, Raumschiff Enterprise hat nicht das Smartphone in Form des Tricorders vorhergesagt. Allzu groß ist die Ähnlichkeit tatsächlich nicht: Oder können Sie Ihr Handy zu einem Hyperphasenwellenmodulator umbauen, wohlgemerkt ausschließlich unter Verwendung einer zum Lötkolben umfunktionierten Phaserpistole?

Sicher dienen mehr oder weniger verschmitzte Pointen rund um verwirrte Lieferdrohnen und sprechende Autos, mit etwas Glück auch über Psycho-Bots, tschuldigung, Apps zur psychologischen Betreuung, durchaus der Unterhaltung. Kurzgeschichten mit solchen Inhalten findet man zuhauf in einschlägigen Anthologien oder Magazinen (z.B. in EXODUS). Dass die SF an sich viel mehr kann als seichte Pointen, vergessen manche Autoren leider häufig. Auf dem Altar des nächsten Spezialeffekts oder Cliffhangers wird bisweilen sogar jegliche Plausibilität geopfert. Beispiele dafür fallen sicher jedem Fan zur Genüge ein der ST: Discovery nicht durch die Trekker-Brille geschaut hat.

Vielleicht ist nach 60 Jahren dank »Electric Dreams« die Zeit gekommen, erneut hinter der bunten Fassade einer knackigen Geschichte so etwas wie Substanz zu verstecken. Natürlich kann es dabei nicht schaden, Stars wie Geraldine Chaplin, Liam Cunningham und Richard Madden im Cast zu haben. Aber eine gute Story schafft es auch ohne bekannte Schauspieler, im Gedächtnis zu bleiben.

Das zeigen auch Autoren hierzulande, sei es in Form von Romanen (z.B. »Qualityland« von Marc-Uwe Kling), Kurzgeschichten oder youtube-Filmen wie diesem.

SF muss nicht entweder kreischbunt oder intelligent sein. Es geht auch beides gleichzeitig.

Das ist der Traum von Philip K. Dick und auch der meiner Wenigkeit.

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